Bessermann, Julius

Schenkbuch Verlag

Über den Autor

Julius Bessermann wurde 1964 als Gyula Böszörményi in Miskolc geboren. Seine Mutter war Hebamme, sein Vater Chauffeur und Sportflieger. Bis zum Alter von zwei Jahren entwickelte er sich normal, dann ergriff ihn plötzlich die unheilbare Krankheit Muskelschwund. Die Ärzte teilten den Eltern mit, dass er spätestens mit 10 Jahren dem Muskelschwund zum Opfer fallen würde. Darüber ging die Ehe der Eltern zugrunde, sie ließen sich scheiden. Bis zum Alter von 9 Jahren lebte er bei seiner Mutter, zusammen mit einer liebenswerten alten Dame, die er Tante Olgi nannte und die ihm das erste Buch in die Hand gab. Da er nicht in die Schule gehen, und nur vom Balkon aus den anderen Kindern beim Spielen zugesehen konnte, fing er an, sich Geschichten zu erzählen. Mit 12 Jahren kam er in ein Heim für körperlich und geistig Behinderte, mit 21 Jahren, ganz im Sinne der gnadenlosen Logik des Staates, wie Bessermann selbst sagt, wurde er in ein Altersheim verlegt.
Noch im Kinderheim hatte er einen Entschluss gefasst: „Auch wenn mich in diesem Land alle für Ausschuss halten, werde ich beweisen, dass sie sich irren. Ich werde mich von meiner Behinderung frei schreiben!“ Ein Roman nach dem anderen wurde veröffentlicht. 2004 – er war schon 40 – konnte er dann endlich aus dem Altersheim ausziehen und ein eigenes Zuhause einrichten und wie ein Durchschnittsmensch leben. Ohne seine Frau, Noémi, hätte er es niemals geschafft.
In Ungarn sind seine Jugendbücher heiß begehrt und hochgelobt. Schade, dass bei uns erst der 10. Roman, „Greg und die Traumfänger“, übersetzt und publiziert wurde.
2007 erhielt er den József-Attila-Preis, einen der renommiertesten Literaturpreise Ungarns.

In der Ehinger Bibliothek befindliche Publikationen

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