Sándor, Iván

© Gudrun Brzoska

Über den Autor

Iván Sándor wird am 11. März 1930 in Budapest geboren. Dort lebt er auch heute mit seiner Familie. 1944 wird er mit seinen Eltern von Pfeilkreuzlern verhaftet. Auf Intervention des Schweizer Vizekonsul Carl Lutz, der mit Schutzhäusern und Schutzbriefen hilft, kann die Familie in Schlupfwinkeln überleben. Ab 1948 arbeitet Sándor im Internationalen Studentenverband, wird 1950 verhaftet. 1954-56 ist er Redakteur bei der Zeitung der Technischen Universität Budapest („A jövö mérnöke“ – Ingenieur der Zukunft). Beim Aufstand 1956 spielt er eine wichtige Rolle. Als einziger Redakteur seiner Zeitung lässt er die Forderungen der Studentenschaft am Abend des 23.10.56 drucken (andere Zeitungen und der Rundfunk lehnen dies ab). Ab 1957 ist er Kritiker der Zeitschrift Film/Színház/Muzsika (Film-Theater-Musik), von 1975 an der stellvertretende Leiter dieser Zeitschrift. 1992 wird er Vorsitzender der László Németh-Gesellschaft und 1990-93 Mitglied des Präsidiums des Ungarischen Schriftstellerverbandes. Ab 1994 arbeitet er als freischaffender Autor. Sein erstes Drama wird bereits 1961 in Budapest aufgeführt. Iván Sándor hat alle wichtigen Literaturauszeichnungen seines Landes erhalten, 2005 für sein Lebenswerk den Kossuth-Preis. 34 Bücher hat er bisher veröffentlicht, darunter 14 Romane, Essay-Bände, Dramen, Interviews. Die deutschen Verlage werden erst seit einigen Jahren auf ihn aufmerksam: 2006 erscheint bei dtv „Geliebte Liv“ und 2009 „Spurensuche“. Dieses Buch wird nicht nur in Ungarn, sondern auch in Deutschland als sein bisher tiefgründigstes gewürdigt.

In der ‚Ehinger Bibliothek‘ befindliche Publikationen:

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