Viragh, Christina

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Über die Autorin

Geboren ist Christina Viragh 1953 in Budapest, wo sie auch ihre Kindheit verbringt, bis sie 1960 mit ihrer Familie in die Schweiz emigriert. Sie wächst in Luzern auf, besucht dort die Schulen. Nach dem Abitur studiert sie von 1973 bis 1980 Philosophie, französische und deutsche Literatur in Fribourg und Lausanne. Schon während des Studiums ist sie Mitarbeiterin beim Feuilleton der „Neuen Zürcher Zeitung“. Von 1980 bis 1985 ist sie freie Journalistin und Lehrerin für Französisch. 1982 beginnt Viragh mit ihrer Übersetzertätigkeit. Von 1985 bis 1987 arbeitet sie als Teaching Assistant für Französisch an der University of Manitoba, Winnipeg, Kanada. In diese Zeit fällt auch der Beginn ihrer schriftstellerischen Arbeit. 1987 bis 1990 ist sie Redakteurin von „Swissair Gazette“ in Zürich, lebt dann bis 1994 in Luzern und bleibt Mitarbeiterin der „Neuen Zürcher Zeitung“. Seit 1999 ist sie Korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. In ihren Büchern beschäftigt sich Christina Viragh immer wieder mit Migranten-Schicksalen, – wie sie es ja auch selbst erlebt hatte. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit hat sich Christina Viragh vor allem als kongeniale Übersetzerin aus dem Französischen, Englischen und Ungarischen einen Namen gemacht, u.a. mit Werken von Imre Kertész („Roman eines Schicksallosen“) und Sándor Márai, Dezső Kosztolányi, Antal Szerb und Péter Nádas, für dessen Übersetzung „Parallelgeschichten“ sie 2012 geehrt wird. Sie selbst hat bis jetzt fünf Romane und viele Beiträge für literarische Zeitschriften herausgegeben. Viragh lebt heute in Rom. Auszeichnungen und Preise:
1992 Werkjahr Kanton und Stadt Luzern
1992 Förderpreis Dienemann-Stiftung, Luzern
1992 Gastpreis Kanton Bern
1992 Förderpreis Schweizerische Schillerstiftung, Zürich
1993 Hermann-Ganz-Preis des Schweizerischen Schriftsteller- und Schriftstellerinnen-Verbands
1993 Werkbeitrag Pro Helvetia
1993/94 Stipendium am Schweizer Institut in Rom
1994 Förderpreis STEO-Stiftung
1998 Anerkennungspreis Stadt Luzern
1999 Arbeitsstipendium Ilse-Langner-Dramatiker-Wettbewerb, Darmstadt
2000 Werkpreis Innerschweizer Literaturförderung
2000 Werkbeitrag Pro Helvetia
2003 Werkbeitrag Pro Helvetia
2003 Einzelwerkpreis der Schweizerischen Schillerstiftung
2009 Zuger Übersetzer-Stipendium für den Roman „Párhuzamos történetek“ (Parallelgeschichten) von Péter Nádas
2012 Europäischer Übersetzerpreis Offenburg
2012 Preis der Leipziger Buchmesse für die Übersetzung des Buches „Parallelgeschichten“ von Péter Nádas
Bibliografie:
Unstete Leute; Stuttgart, 1992
Rufe von Jenseits des Hügels; Stuttgart, 1994
Mutters Buch; Stuttgart, 1997
Pilatus; Zürich, 2003
Im April; Zürich, 2006
Außerdem schreibt Christina Viragh das Hörspiel
1995 Damals draußen (SWR)
Und das Theaterstück
2000 Chaostheorie. Uraufführung im Theater Luzern

In der ‚Ehinger Bibliothek‘ befindliche Publikationen:

  • Unstete Leute. Verlag Klett-Cotta, 1992. ISBN 3-608-95870-3
  • Rufe von jenseits des Hügels. Verlag Klett-Cotta, 1994. ISBN 3-608-93670-X
  • Mutters Buch. Verlag Klett-Cotta, 1997. ISBN 3-608-93809-5
  • Übersetzung: Kertész, Imre: Roman eines Schicksallosen. Originaltitel: Sorstalanság. Verlag Rowohlt, 1998. ISBN 3-499-22576-X
  • Übersetzung: Kornis, Mihály: Der Held unserer Geschichte. Verlag Rowohlt, 1999. ISBN 3-87134-253-X
  • Übersetzung: Krúdy, Gyula: Meinerzeit. Originaltitel: Boldugult úrfikoromban. Verlag Dtv, 1999. ISBN 3-323-24172-1
  • Übersetzung zus. mit H. Grosche/ A. Relle/ Chr. Polzin: Nádas, Péter: Minotauros. Aus: A Biblia + Leírás. Verlag Rowohlt, 1999. ISBN 3-499-22580-8
  • Übersetzung: Nádas, Péter: Liebe. Erzählung. Originaltitel: Szerelem. Verlag Rowohlt, 1999. ISBN 3-499-22579-4
  • Übersetzung: Márai, Sándor: Das Vermächtnis der Eszter. Originaltitel: Eszter hagyatéka. Verlag Piper, 2000. ISBN 3-492-04198-1
  • Übersetzung: Márai, Sándor: Die Glut. Originaltitel: Gyertyák csonkig égnek. Verlag Piper, 2000. ISBN 3-492-04262-7
  • Übersetzung zus. mit Buda/ Déreky/ Koenen/ Kornitzer/ Polzin/ Schwamm: Kertész, Imre: Eine Gedankenlänge Stille, während das Erschießungskommando neu lädt. Essays. Originaltitel: A gondolatnyi csend, amíg a kivégzőosztag újratölt. Verlag Rowohlt, 2002. ISBN 3-499-22571-9
  • Übersetzung: Szerb, Antal: Reise im Mondlicht. Originaltitel: Utas és holdvilág. Verlag Dtv, 2003. ISBN 3-423-24370-8
  • Pilatus. Verlag Amman, 2003. ISBN 3-250-60056-3
  • Übersetzung: Nádas, Péter u. Richard Swartz: Zwiesprache. Originaltitel: Párbeszéd. Verlag Berlin, 2004. ISBN 3-8333-0044-2
  • Übersetzung: Márai, Sándor: Wandlungen der Ehe. Originaltitel: Az igazi. Verlag Piper, 2004. ISBN 3-492-24167-0
  • Übersetzung: Kosztolányi, Dezső: Ein Held seiner Zeit. Originaltitel: Esti Kornél. Verlag Rowohlt, 2004. ISBN 3-87134-489-3
  • Im April. Verlag Ammann, 2006. ISBN 3-250-60094-6
  • Übersetzung: Kosztolányi, Dezső: Die Abenteuer des Kornél Esti. Originaltitel: Összes novellák II / Esti Kornél / Esti Kornél Kalandja. Verlag Rowohlt, 2007. ISBN 978-3-499-24147-5
  • Übersetzung: Kosztolányi, Dezső: Lerche. Roman. Originaltitel: Pacsirta, 1924. Verlag Manesse, 2007. ISBN 978-3-2144-0
  • Übersetzung: Krasznahorkai, László: Im Norden ein Berg, im Süden ein See, im Westen Wege, im Osten ein Fluß. Originaltitel: Északről hegy, Délről tó, Nyugatról utak, Keletről folyó. Verlag Fischer TB, 2007. ISBN 978-3-596-17243.6
  • Übersetzung: Nádas, Péter: Parallelgeschichten. Originaltitel: Párhuzamos történetek. Verlag Rowohlt, 2012. ISBN-10 3498046950, ISBN-13 978-3498046958
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