Koch, Valeria

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Über die Autorin

Geboren ist Valeria Koch 1949 in einer ungarndeutschen Familie in Surgetin/Szederkény. Der Vater ist Agronom und Verfasser von Dorfgeschichten. Die Liebe zur Mundart und zur deutschen Sprache konnte ihr die Großmutter vermitteln. Sie spricht in der Schule ungarisch, zu Hause Deutsch. Ihre ersten Gedichte verfasst sie auf Ungarisch. 1967 macht sie am Deutschen Nationalitätengymnasium „Klara Leőwey“ in Pécs Abitur, studiert in Szeged zunächst Germanistik und Ungarische Literatur, danach in Budapest Journalistik und Philosophie. Zehn Jahre lang leitet sie in Budapest ein Übersetzerseminar am Germanistischen Institut der ELTE. Außerdem ist sie als Redakteurin der „Neuen Zeitung“ und des „Hungarian Trade Journal“ und als zweite Vorsitzende des Verbandes Ungarndeutscher Autoren und Künstler (VUdAK) tätig. Schon mit neunzehn Jahren beginnt Koch sich mit der Existenzphilosophie Martin Heideggers auseinanderzusetzen und promoviert über ihn 1989 auf Ungarisch. Anderes war damals nicht erlaubt. Ihre Doktorarbeit bietet die Grundlage für weitere Heideggerforschungen in Ungarn. Als zweisprachige Autorin publiziert sie Gedichte, Erzählungen, Essays, Kinderliteratur und Übersetzungen in ungarischer und deutscher Sprache. 1980 ist sie die Redakteurin und Autorin der Kinderanthologie „igele-bigele“, erschienen im Lehrbuchverlag Budapest. Zugleich schreibt sie in zahlreichen Literaturzeitschriften und Anthologien. Valeria Koch stirbt 1998 an Magenkrebs und wird in ihrem Heimatort beerdigt. 2008 erscheinen posthum ausgewählte Werke unter dem Titel „Stiefkind der Sprache“.

In der ‚Ehinger Bibliothek‘ befindliche Publikationen:

  • Koch, Valeria (Hg.): Igele Bigele. Ungarndeutsche Kinderanthologie. Lehrbuchverlag, Budapest, 1980. ISBN 963-17-4490-6
  • Stiefkind der Sprache. Gedichte. VudAK, 2008. ISBN 978-963-8333-14-8
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