Dalos, György

 Über den Autor

Geboren 1943 in Budapest als Sohn einer jüdischen Familie. Er studiert in Moskau von 1962-67 Deutsche Geschichte. Bis 1968 ist er Mitglied der KP, wird dann aber verurteilt wegen staatsfeindlicher Aktivitäten. Als Mitunterzeichner der Charta 77 erhält er im Jahre 1979 Reise- und Publikationsverbot. 1979 kann er dann eine Studienreise nach Ostberlin machen, 1984 bekommt er ein Stipendium des Berliner DAAD und arbeitet an der Forschungsstelle Osteuropa in Bremen. Von 1992-96 gehört zum Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, von 1995-99 ist er Leiter des Ungarischen Kulturinstituts Berlin, 1999 Kurator des Länderschwerpunkts Ungarn auf der Frankfurter Buchmesse. Seit 2006 ist er Mitherausgeber der Wochenzeitung „Freitag“. György Dalos lebt seit einigen Jahren als freier Schriftsteller in Berlin. Bekannt sind seine satirisch-ironischen Romane, die sich mit der Historie und/oder dem Leben im Kommunismus beschäftigen. Zudem schreibt er häufig Essays zu Tagesthemen aus Politik und Literatur in bekannten Zeitungen.
Seit 1965 ist Dalos Mitglied im Ungarischen Schriftstellerverband.
1995 erhält er den „Adelbert von Chamisso Preis“, 1999 den „Gryphius Sonderpreis“, 2000 den „Erich Fried Preis“ und „Die Goldene Plakette der Republik Ungarn“, 2006 den „Verdienstorden der Republik Ungarn“.
Am 1.12.2009 wählte ihn eine internationale Jury aus für den „Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2010“, der ihm feierlich am 17. März 2010 im Gewandhaus verliehen wurde.

In der ‚Ehinger Bibliothek‘ befindliche Publikationen:

  • Meine Lage in der Lage. Verlag Rotbuch, 1979. ISBN 3-88022-218-5
  • Neunzehnhundertfünfundachtzig. Verlag Rotbuch, 1982. ISBN 3-88022-258-4
  • Mein Großvater und die Weltgeschichte. DAAD, 1985. 3-920392-95-7
  • Kurzer Lehrgang – langer Marsch. Eine Dokumontage. Originaltitel: Ürutazásom nehézséei & Elötörténetek. Übersetzung von Reinhard Weißhuhn & Elisabeth Käsbauer. Verlag Rotbuch, 1985. ISBN 3-88022-302-5
  • Archipel Gulasch. Übersetzung von Elsbeth Zylla. Verlag Donat & Temmen, 1986. ISBN 3-924444-14-5
  • Ungarn. Vom Roten Stern zur Stephanskrone. Verlag Suhrkamp, 1991. ISBN 3-518-11687-8
  • Vom Propheten zum Produzenten, Verlag Wespennest, 1992. ISBN 3-85458-500-4
  • Proletarier aller Länder, entschuldigt mich. Verlag Ed. Temmen, 1993. ISBN 3-86108-102-4
  • Der Versteckspieler. Übersetzung von György Dalos & Elsbeth Zylla. Verlag Insel, 1996. ISBN 3-458-33596-X
  • Der Rock meiner Großmutter. Geschichten. Verlag Suhrkamp, 1996. ISBN 3-518-39013-9
  • Der Gast aus der Zukunft. Anna Achmatowa. Verlag Europ. Verlagsanstalt, 1997. ISBN 3-434-50083-9
  • (Hg.) Königreich am Rande. Erzählungen aus Ungarn. Verschiedene Übersetzer. Verlag Heyne, 1999. ISBN 3-453-15406-1
  • Olga. Pasternaks letzte Liebe. Verlag Europ. Verlagsanstalt, 1999. ISBN 3-434-50423-0
  • Der Gottsucher. Originaltitel: Az istenkeresö. Übersetzung von György Dalos & Elsbeth Zylla. Verlag CH. Beck, 2001. ISBN 3-518-39751-6
  • Die Reise nach Sachalin. Verlag Europ. Verlagsanstalt, 2001. ISBN 3-434-50503-2
  • Seilschaften. Übersetzung von György Dalos & Elsbeth Zylla, Verlag DuMont, 2002. ISBN 3-8321-6004-3
  • Ungarn in der Nußschale. Geschichte meines Landes. Verlag CH. Beck, 2004. ISBN 3-406-51032-9
  • 1956. Der Aufstand in Ungarn. Übersetzung von Elsbeth Zylla. Verlag CH. Beck, 2006. ISBN 3-406-54973-X
  • Die Balatonbrigade. Originaltitel: Balaton-brigád. Übersetzung von Elsbeth Zylla. Verlag Rotbuch, 2006. ISBN 3-434-53145-9
  • Die Beschneidung. Übersetzung von György Dalos & Elsbeth Zylla. Verlag Suhrkamp, 2006. ISBN 3-518-39552-1
  • Jugendstil. Übersetzung von György Dalos & Elsbeth Zylla. Verlag Rotbuch, 2007. ISBN 978-3-86789-001-4
  • Der Vorhang geht auf. Das Ende der Diktaturen in Osteuropa. Bearbeitet von Elsbeth Zylla. Verlag C.H. Beck, 2009. ISBN 978-3-406-58245-5
  • Leipziger Bücherpreis 2010. Reden. Börsenverein, 2010.
  • Gorbatschow. Übersetzung von Elsbeth Zylla. Verlag C.H. Beck, 2011. ISBN 978-3-406-61340-1
  • Lebt wohl, Genossen! Der Untergang des sowjetischen Imperiums. Verlag C.H. Beck, 2011. ISBN 978-3-406-62178-9
  • Der Fall des Ökonomen. Roman. Übersetzung von Elsbeth Zylla. Verlag Rotbuch, 2012. ISBN 978-3-86789-153-0
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