Ady, Endre

Über den Autor

Endre Ady wird 1877 in Érdmindszent, im heutigen Rumänien, geboren. Dort besucht er die Hauptschule. Schon mit 11 Jahren, ab 1888 wechselt er mehrfach die Gymnasien, immer in Konfrontation mit der eigenen Lebensauffassung und der seiner Lehrer. 1896 und 1897 nimmt er ein Jurastudium in Debrecen und Budapest auf, bricht dann aber seine Studien ab. 1898 ist er in Debrecen Journalist, ab 1900 in Nagyvárad/Großwardein/Oradea. Dort lernt er seine Geliebte Adél Brüll kennen, die „Léda“ in seinen Gedichten. 1904 reisen die beiden zusammen nach Paris, wo Ady sich von der „Provinzliteratur“ befreien kann. 1914 lernt er Bertá Boncza kennen und heiratet sie. (In seinen Gedichten die „Cscinszka“.) Ab 1917 leben beide in Budapest. Im Jahre 1918 wird Ady schwer krank und stirbt im Januar 1919. Seine frühen Gedichte sind in volkstümlichem Stil geschrieben „Versek“, 1899; „Még egyszer“ (noch einmal), 1903. In Budapest erscheinen „Uj versek“ (neue Gedichte), 1906. Ady wird der Erneuerer der modernen ungarischen Lyrik und im ganzen Land hoch verehrt. Weitere Gedichtbände folgen in den Jahren 1907 bis 1918. Posthum erscheint der Band „Az utolsó hajók“ (die letzten Schiffe), 1923. Ady schreibt etwa 1000 Gedichte, gibt zehn Gedichtbände in zwölf Jahren heraus, ebenso Kurzgeschichten und Romane. Er wird berühmt und zur Legende in Ungarn. Ady gründet zwar keine Schule, eröffnet aber neue Ausdrucksmöglichkeiten in der Lyrik. Außerhalb Ungarns hat er es auch heute noch schwer, übersetzt und anerkannt zu werden.

In der ‚Ehinger Bibliothek‘ befindliche Publikationen:

  • Auf dem Flammenwagen der Lieder. Eine Auslese. Aus dem Ungarischen von Albert Hetényi Heidlberg. Verlag Gustav Pollak, 1926
  • Gedichte. Ausgewählt und eingeleitet von László Bóka. Nachdichtungen von Franz Fühmann, Heinz Kahlau und Géza Engl. Verlag Corvina, 1969.
  • Gedichte. Auswahl zum 100. Geburtstag des Dichters. Originaltitel: Versek.    Übersetzung von A.Bostroem/G. Engl/ F. Fühmann/ H. Horváth/ H. Kahlau/ M. Remané/E. Waldinger. Verlag Corvin, 1977.  ISBN 963-13-0297-0
  • Der Verirrte Reiter. Gedichte. Übersetzung von Paul Kárpáti u.a. Verlag Volk & Welt, 1977.
  • Zu Gottes linker Hand. Zweisprachig. Übersetzung von Felix Mandl. Österreichische Verlagsanstalt, 1981. ISBN 3-85202-073-5
  • Ausgewählte Gedichte / ungarisch-deutsch. Übersetzung von Wolfgang Brunsch.    Verlag Shaker, 1999. ISBN 3-8265-6325-5
  • Endre Ady 1877-1919. Ausgewählte Gedichte. Übersetzung von Julius Alexander Detrich. books on demand, Gudrun Detrich, 2001. ISBN 3-8311-2250-4
  • Gib mir deine Augen. Gedichte ungarisch-deutsch. Übersetzung von Wilhelm Droste. Verlag Arco, 2011. ISBN 978-3-938375-46-4
  • Ausgewählte Gedichte. Novellen und Zeitungsartikel. Laszlo A. Marosi. Marosi Verlag   2012. ISBN 978-3-8482-0096-2
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