Áts, Erika

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Über die Autorin

Erika Áts wird 1934 in Miskolc geboren, als Kind einer ungarndeutschen Bürgerfamilie. 1944 zieht sie mit ihrer Familie und dem Debrecener Gestüt, das der Vater leitet, nach Deutschland. Dort lernt das Kind Hochdeutsch. 1948 kehrt die Familie mit den geretteten Pferden nach Ungarn zurück, was später Erikas Zulassung zum Studium erleichtert und ihre Gleichberechtigung mit ungarischen Studenten fördert. Sie wird Journalistin und arbeitet elf Jahre als Redakteurin der „Neuen Zeitung“, der einzigen, regelmäßig erscheinenden ungarndeutschen Publikation. 1974 trägt sie maßgebend dazu bei, die Literatur der Ungarndeutschen bekannt zu machen. Sie ist die Herausgeberin der Anthologie „Tiefe Wurzeln“, die aufgrund einer Ausschreibung „Greift zur Feder“ zustande kam. Damit wird sie 1974 auch zur Dichterin. Aus ihrer eigenen Erfahrung setzt sie sich immer wieder für Verfolgte und Diskriminierte ein. – Ihre Gedichte werden in weiteren Anthologien aufgenommen. Ihr erster eigener Gedichtband Gedichte und Nachdichtungen, „Gefesselt ans Pfauenrad“ erscheint 1981. Inzwischen gibt es von Erika Áts einen zweiten eigenständigen Gedichtband eigener Lyrik und Nachdichtungen „Lied unterm Scheffel“, 2010. Spätere Gedichte erscheinen auch in der Anthologie „Seitensprünge“. Literatur der deutschsprachigen Minderheiten Europas. Erika Áts ist nicht nur als Lyrikerin bekannt, sondern auch als Übersetzerin ungarischer Dichtung. Einer ihrer Lieblingsautoren ist Miklos Radnóti (1909-1949), der als Jude von einem Konzentrationslager in ein anderes auf einem Gewaltmarsch ums Leben kam. Sein Gedicht „Gewaltmarsch“ hat sie übersetzt.

In der ‚Ehinger Bibliothek‘ befindliche Publikationen:

  • Áts, Erika (Hg.): Tiefe Wurzeln. Eine Ungarndeutsche Anthologie. Demokrat. Verband der Deutschen in Ungarn, 1974.
  • Áts, Erika u. Johann Schuth: In mehreren Sprachen mit gemeinsamem Willen. Nationalitäten in der ungarischen Volksrepublik, 1976.
  • Gefesselt ans Pfauenrad. Gedichte. Lehrbuchverlag, Bp., 1981. ISBN 963-17-5640-8
  • Lied unterm Scheffel. Gedichte, Texte. VUdAK, 2010. ISBN 978-963-8333-17-9
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