{"id":653,"date":"2011-12-23T10:38:52","date_gmt":"2011-12-23T10:38:52","guid":{"rendered":"http:\/\/ungarischeliteratur.wordpress.com\/?p=653"},"modified":"2012-05-19T20:10:37","modified_gmt":"2012-05-19T20:10:37","slug":"rezension-stefan-raile-einer-hat-mut-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=653","title":{"rendered":"Rezension: Raile, Stefan &#8211; &#8222;Einer hat Mut&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/einer_hat.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-full wp-image-2443\" title=\"einer_hat\" src=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/einer_hat-e1337458230523.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"237\" \/><\/a><em>Abenteuer &#8211; Geschichten<br \/>\nVerlag docupoint, ISBN: 3-939665-05-3<br \/>\nBezug: Buchhandel Preis: Paperback 8,50 \u00a0Euro<br \/>\nAb 12 Jahren<\/em><\/p>\n<p>In 16 spannenden Geschichten, unterteilt in zwei Gro\u00dfkapitel, l\u00e4sst Raile den Leser schlie\u00dfen, was wirklicher Mut bedeutet, und dass man einander helfen muss, um zum Ziel zu kommen.<br \/>\n\u201eIch f\u00e4nd\u2019s riesig, mal irgendwo der Erste zu sein. Total der Erste\u201c.<br \/>\nIm 1. Kapitel erkennt Kristian, dass er kein idiotischer Held sein will, nur um einem Angeber zu gefallen. Im 2. glaubt ein Bursche, sein Gl\u00fcck l\u00e4ge in Glanz und Reichtum, bis er merkt, dass jeder f\u00fcr sein eigenes Gl\u00fcck verantwortlich ist. In der n\u00e4chsten Erz\u00e4hlung schreibt J\u00f6rg einen Schulaufsatz, wie er in den Ferien die Bekanntschaft eines Mannes gemacht hat, der als Junge im unsinnigen Kampf gegen die Russen mit 50 anderen im Minenregen umkommen sollte, doch als Einziger ausgerechnet vom Feind gerettet wurde. Bert in der 4. Erz\u00e4hlung hat keine Lust eine staubige Tischlerlehre zu machen. Er tr\u00e4umt von H\u00f6herem, bis ihm der alte Arbeiter Barell die Wichtigkeit seiner Arbeit als Grundlage f\u00fcr vieles Weitere klar macht. Im 5. Kapitel stellt sich heraus, dass auch ein \u201ehochn\u00e4siges\u201c M\u00e4dchen Durchhalteverm\u00f6gen hat, wenn sich zwei im Winterwald verirren. Von einem Fahrradwettkampf und von Fairness handelt die 6. Erz\u00e4hlung, und in der titelgebenden 7. beweist Ronny, dass er kein Feigling ist, wenn er sich nicht in Gefahr begeben will und Hilfe holt.<br \/>\n\u201eUnsere Lage ist so schlimm, dass wir keinen zur\u00fcckweisen, der uns helfen will\u201c<br \/>\nIm 1. Kapitel begegnen wir Atlototl, der seinem bedr\u00e4ngten K\u00f6nig Cuauhtemoc ein erfrischendes Wasser bringt. Die Hoffnungslosigkeit im Lager ist so gro\u00df, dass selbst der Junge als K\u00e4mpfer angenommen wird. In der n\u00e4chsten Erz\u00e4hlung hilft Pablo einem verwundeten Freiheitsk\u00e4mpfer im Spanischen B\u00fcrgerkrieg. Er bringt den geschw\u00e4chten Mann gl\u00fccklich bis zu den Internationalen Brigaden. In der 3. Geschichte gelingt es Mirko 1944 in Serbien, durch seinen mutigen Einsatz eine Br\u00fcckensprengung der abr\u00fcckenden Deutschen unter Einsatz des Lebens zu verhindern. Die 4. Erz\u00e4hlung spielt 1962 in Borneo. Raj kann ein M\u00e4dchen retten, das beim Versuch, Flugzettel zu verteilen, welche die F\u00f6deration mit Malaysia verhindern sollen, verletzt und verhaftet wird. Das 5. Kapitel f\u00fchrt uns an den Rand des Urwalds. Ein Leopard rei\u00dft immer wieder Haustiere. Suko der Massaijunge f\u00fchlt sich herausgefordert ihn zu erlegen. Doch in h\u00f6chster Gefahr kann ihn sein Bruder Ombura mit einem gezielten Schuss auf den Leoparden retten. In der 6. Erz\u00e4hlung berichtet Limonga, wie er seinen Bruder vor dem Zuchthaus bewahren konnte, als dieser Flugbl\u00e4tter ankleben wollte, um die Hafenarbeiter auf den Inhalt der Kisten aufmerksam zu machen, welche Waffen gegen die Freiheitsk\u00e4mpfer enthalten. Auch die 7. Geschichte spielt in Angola. Rondu braucht eine Waffe, damit er bei den Guerilleros als K\u00e4mpfer aufgenommen werden kann. Mit Mut und Geschick kann er sie einem Polizisten wegnehmen. Nuando im 8. Kapitel lebt ebenfalls in einer Hafenstadt Angolas. Er ist 16 Jahre alt, unterern\u00e4hrt und muss doch schwere Kisten schleppen, um sich ein wenig Lohn zu verdienen. Einmal entgleitet ihm eine Kiste, ein Brett l\u00f6st sich und er entdeckt, dass er die ganze Zeit nicht Konserven, sondern Maschinengewehre abgeladen hat. Er wird abgef\u00fchrt und soll in einem Patrouillenboot weggebracht werden, damit er keinem von seinem Fund erz\u00e4hlen kann. In einem unbemerkten Augenblick kann er sich retten und die Freiheitsk\u00e4mpfer warnen. Miguel in der letzten Geschichte soll seinen Maulesel verkaufen. Der Haziendero presst der Familie trotz der D\u00fcrre so viele Abgaben ab, dass der Vater meint, den Esel nicht mehr durchf\u00fcttern zu k\u00f6nnen. Auf dem Markt will ein Alter den Esel haben, doch da er so grob ist, gibt Miguel seinen Freund nicht her, sondern will ihn in die Freiheit entlassen. Doch der Esel kommt zur\u00fcck. Schlie\u00dflich erlaubt ihm der Vater den Grauen zu behalten, damit der Haziendero ihnen nicht auch noch die Freude nehmen kann.<br \/>\n\u00a9 Gudrun Brzoska, November 2009<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abenteuer &#8211; Geschichten Verlag docupoint, ISBN: 3-939665-05-3 Bezug: Buchhandel Preis: Paperback 8,50 \u00a0Euro Ab 12 Jahren In 16 spannenden Geschichten, unterteilt in zwei Gro\u00dfkapitel, l\u00e4sst Raile den Leser schlie\u00dfen, was wirklicher Mut bedeutet, und dass man einander helfen muss, um &hellip; <a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=653\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[127],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/653"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=653"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/653\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2444,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/653\/revisions\/2444"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=653"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=653"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=653"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}