{"id":4613,"date":"2018-08-06T13:03:00","date_gmt":"2018-08-06T13:03:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=4613"},"modified":"2019-01-10T12:22:26","modified_gmt":"2019-01-10T12:22:26","slug":"kenessey-anne-marie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=4613","title":{"rendered":"Kenessey, Anne-Marie"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00dcber die Autorin:<\/strong><\/p>\n<p><em>von Gudrun Brzoska:<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Kenessey-A.-M._c.-privat.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-4615 alignleft\" src=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Kenessey-A.-M._c.-privat-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Kenessey-A.-M._c.-privat-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Kenessey-A.-M._c.-privat-768x1024.jpg 768w, http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Kenessey-A.-M._c.-privat.jpg 1224w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Anne-Marie Kenesseys Vater kam als junger &#8217;56er Fl\u00fcchtling nach Basel, wo er seine sp\u00e4tere Frau, eine geb\u00fcrtige Schweizerin kennen lernte. Der Vater hatte Deutsch bereits in Ungarn gelernt und bem\u00fchte sich nun, das Schweizerdeutsch zu erlernen. In ihrer Familie wurde immer nur Deutsch, bzw. Schweizerdeutsch gesprochen, schreibt sp\u00e4ter die Tochter Anne-Marie, die 1973 geboren wurde. Von einigen der engeren Freunde des Vaters und von ihrer Gro\u00dfmutter, die in Budapest geblieben war, h\u00f6rte das Kind jedoch nur ungarisch. Als Teenager wurde sie dann sehr neugierig auf ihre ungarischen Wurzeln und begann auf eigene Faust \u2013 zun\u00e4chst sogar gegen den Willen ihres Vaters, Sprachunterricht bei einem Exilungarn in Z\u00fcrich zu nehmen. W\u00e4hrend ihrer Ferien nahm sie an einem Sprachlager f\u00fcr Kinder von Exilungarn in S\u00e1rospatak teil. Sie schreibt: \u201e<em>W\u00e4hrend meiner Gymnasiumzeit verbrachte ich drei Sommer in Folge in Ungarn und bl\u00fchte dabei jeweils auf, es gefiel mir sogar so gut, dass ich mit achtzehn Jahren davon tr\u00e4umte, nach Budapest zu ziehen.\u201c- <\/em>Sie studierte jedoch BWL in Z\u00fcrich, lernte weitere Fremdsprachen und begann nach dem Berufsalltag zun\u00e4chst selbst Texte zu schreiben und dann zu publizieren. Als sie 2012 Gy\u00f6rgy Dalos auf der Leipziger Buchmesse kennen lernte, brachte dieser sie in wichtige Kontakte mit ungarischen Literaten. Er selbst \u00fcbersetzte einige Gedichte der Autorin ins Ungarische. Es gelang ihm auch, sie als \u00dcbersetzerin aus dem Ungarischen zu gewinnen. Kenessey besuchte \u00dcbersetzerschulungen des Attila-J\u00f3zsef-Kreises in Ungarn <em>\u201e\u2026und so nahm alles seinen Lauf.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Von 2009 bis 2015 war sie st\u00e4ndiges Redaktionsmitglieder von \u201eorte\u201c, seit 2016 ist sie freie Mitarbeiterin. F\u00fcr diese Literaturzeitschrift stellte sie die Nummer 195 zusammen, \u201eIrgendeine schwere Frucht\u201c.<\/p>\n<p>A.-M. Kenessey \u00fcbersetzt auch f\u00fcr die deutsche Zeitschrift \u201edie horen\u201c. (Bd. 264: \u201eVon der unendlichen Ironie des Seins.\u201c Wallstein Verlag, 2016.<\/p>\n<p>Ihre eigenen Gedichte sind seit 2009 von Literaturzeitschriften (darunter \u00bbSprache im technischen Zeitalter Nr. 190\u00ab, \u00bbwespennest Nr. 156 und Nr. 164\u00ab, \u00bbpoet Nr. 14\u00ab, \u00bballmende Nr. 88\u00ab, \u00bbMagyar Lettre Internationale Nr. 97\u00ab), dem Internetportal \u00bbPoetenladen\u00ab, der Z\u00fcrcher Tageszeitung \u00bbTages-Anzeiger\u00ab und dem \u00bb 30. Jahrbuch der Lyrik (DVA)\u00ab ver\u00f6ffentlicht worden.<\/p>\n<p>Einige ihrer Gedichte wurden von Gy\u00f6rgy Dalos ins Ungarische \u00fcbersetzt und erschienen in der Sommerausgabe der Magyar Lettre Internationale, Nr. 97, Jelenkor Kiad\u00f3, Budapest, Juni 2015.<\/p>\n<p>Im Juli 2012 wurde ihr vom Kanton Z\u00fcrich eine Auszeichnung f\u00fcr ihr Lyrikdeb\u00fct <em>\u201eIm Fossil versteckt sich das Seepferd vor dir\u201c<\/em>. Gedichte. Edition Isele, Kreuzlingen\/ Eggingen 2012\u00ab verliehen.<\/p>\n<p>Im Dezember 2012 gewann sie den Lyrikpreis M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>In den Folgejahren erhielt sie einige Stipendien, das z. Zt. laufende ist ein viermonatiges Autoren-Atelierstipendium der Schweizer Stiftung Landis &amp; Gyr in Budapest.<\/p>\n<p>Anne-Marie Kenessey lebt und arbeitet weiterhin in Z\u00fcrich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber die Autorin: von Gudrun Brzoska: Anne-Marie Kenesseys Vater kam als junger &#8217;56er Fl\u00fcchtling nach Basel, wo er seine sp\u00e4tere Frau, eine geb\u00fcrtige Schweizerin kennen lernte. 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