{"id":4565,"date":"2018-08-02T12:53:51","date_gmt":"2018-08-02T12:53:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=4565"},"modified":"2018-08-02T14:16:12","modified_gmt":"2018-08-02T14:16:12","slug":"wir-gratulieren-terezia-mora-zum-georg-buechner-preis","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=4565","title":{"rendered":"Wir gratulieren Ter\u00e9zia Mora zum Georg-B\u00fcchner-Preis"},"content":{"rendered":"<p><em>von Gudrun Brzoska<\/em><\/p>\n<p>Zu den vielen Literaturpreisen, welche die Autorin bereits erhalten hat, kommt nun der angesehenste Deutsche Buchpreis, der Georg-B\u00fcchner-Preis, hinzu, der mit 50 000 Euro dotiert ist, und ihr am 27. Oktober in Darmstadt \u00fcberreicht wird.<\/p>\n<p>Der Georg-B\u00fcchner-Preis wird seit 1951 von der Deutschen Akademie f\u00fcr Sprache und Dichtung an herausragende Schriftstellerinnen und Schriftsteller verliehen. Finanziert wird er vom Beauftragten der Bundesregierung f\u00fcr Kultur und Medien, dem Hessischen Ministerium f\u00fcr Wissenschaft und Kunst und von der Stadt Darmstadt.<\/p>\n<p>Die Jury, welche Ter\u00e9zia Mora den \u00fcberaus verdienten Preis zuerkannte, formulierte in ihrer Begr\u00fcndung:<\/p>\n<p><em>\u201eIn ihren Romanen und Erz\u00e4hlungen widmet sich Ter\u00e9zia Mora Au\u00dfenseitern und Heimatlosen, prek\u00e4ren Existenzen und Menschen auf der Suche und trifft damit schmerzlich den Nerv unserer Zeit. Schonungslos nimmt sie die Verlorenheit von Gro\u00dfstadtnomaden in den Blick und lotet die Abgr\u00fcnde innerer und \u00e4u\u00dferer Fremdheit aus. Dies geschieht suggestiv und kraftvoll, bildintensiv und spannungsgeladen &#8211; mit ironischen Akzenten, irisierenden Anspielungen und analytischer Sch\u00e4rfe. F\u00fcr ihre eminente Gegenw\u00e4rtigkeit und lebendige Sprachkunst, die Alltagsidiom und Poesie, Drastik und Zartheit vereint, verleiht die Deutsche Akademie f\u00fcr Sprache und Dichtung den Georg-B\u00fcchner-Preis 2018 an Ter\u00e9zia Mora.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die 1971 bei Sopron geborene Autorin wuchs zweisprachig (ungarisch und \u201eschwobisch\u201c) auf und kam mit 19 Jahren zum Studium nach Berlin. Dort studierte sie Theaterwissenschaften und Hungarologie an der Humboldt-Universit\u00e4t und schloss mit einem Diplom der Deutschen Film- und Fernsehakademie ab.<\/p>\n<p>Bereits als Kind habe sie den Wunsch gehabt Schriftstellerin zu werden, habe sich zun\u00e4chst aber nicht getraut, erz\u00e4hlt sie in einem Interview.<\/p>\n<p>1997 reichte sie die Erz\u00e4hlung \u201eDurst\u201c zum Mike Open-Preis ein \u2013 und gewann ihn. Diese Erz\u00e4hlung wird in ihrem ersten Band \u201eSeltsame Materie\u201c enthalten sein, wie auch \u201eOphelia\u201c, mit der sie den Ingeborg Bachmann-Preis 1999 gewann. \u201eSeltsame Materie\u201c erschien noch im gleichen Jahr. Im Jahr 2000 wurde sie daf\u00fcr mit dem Adelbert von Chamisso-F\u00f6rderpreis geehrt.<\/p>\n<p>In stetiger Folge wurden der Autorin weitere bedeutende Preise und Stipendien zuerkannt, u.a. Preis der Leipziger Buchmesse 2005, Adelbert-von-Chamisso-Preis 2010, Deutscher Buchpreis 2013, Bremer Literaturpreis 2017, Preis der Literaturh\u00e4user 2017, Solothurner Literaturpreis 2017 und Roswitha-Preis 2018.<\/p>\n<p>Bekannt ist die gro\u00dfartige Schriftstellerin nicht nur durch ihre Werke \u2013 von denen auf dieser Homepage die meisten besprochen sind \u2013 sondern auch durch ihre \u00fcberragenden \u00dcbersetzungen ungarischer Literaten. Unter ihnen P\u00e9ter Esterh\u00e1zy, Istv\u00e1n \u00d6rk\u00e9ny, P\u00e9ter Zilahy, G\u00e1bor N\u00e9meth, Zs\u00f3fia B\u00e1n, Attila Bartis und demn\u00e4chst wird auch Zolt\u00e1n Danyis Roman \u201eDer Kadaverr\u00e4umer\u201c (September 2018) in ihrer \u00dcbersetzung zu lesen sein.<\/p>\n<p>Lesen wir also Ter\u00e9zia Mora.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Gudrun Brzoska Zu den vielen Literaturpreisen, welche die Autorin bereits erhalten hat, kommt nun der angesehenste Deutsche Buchpreis, der Georg-B\u00fcchner-Preis, hinzu, der mit 50 000 Euro dotiert ist, und ihr am 27. Oktober in Darmstadt \u00fcberreicht wird. 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