{"id":4290,"date":"2018-01-18T16:02:26","date_gmt":"2018-01-18T16:02:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=4290"},"modified":"2018-08-02T14:36:51","modified_gmt":"2018-08-02T14:36:51","slug":"rezension-paetzke-hans-henning-andersfremd","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=4290","title":{"rendered":"Rezension: Paetzke, Hans-Henning &#8211; &#8222;Andersfremd&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Roman<a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Andersfremd_cover.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-4272 alignright\" src=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Andersfremd_cover-194x300.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"231\" srcset=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Andersfremd_cover-194x300.jpg 194w, http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Andersfremd_cover.jpg 420w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><br \/>\n<em>Mitteldeutscher Verlag<\/em><br \/>\n<em>Halle (Saale), 2017<\/em><br \/>\n<em>ISBN: 978-3-95462-786-8<\/em><br \/>\n<em>Bezug: Buchhandel; Preis:14,95 Euro<\/em><\/p>\n<p><em>von Gudrun Brzoska<\/em><\/p>\n<p>Die Umfragen zum Deutschen Nationalfeiertag am 3. Oktober 2017 haben wieder einmal gezeigt, wie wichtig und notwendig es ist, dass solche B\u00fccher wie \u201eAndersfremd\u201c geschrieben werden. In diesen Umfragen zeigte sich eine erschreckende Ignoranz nicht nur von Jugendlichen, sondern auch von Erwachsenen \u00fcber Staatsform und Leben in der verflossenen DDR. Ahnungslos und desinteressiert sind sie, wenn es darum geht, die gerade vergangene Geschichte einzuordnen und zu beurteilen. Ebenso ahnungslos und desinteressiert sind sie gegen\u00fcber der Drangsal in sozialistischen L\u00e4ndern bis 1989. Hier wird am Beispiel der DDR unter Ulbricht gezeigt, was einem jungen Menschen passieren konnte, der nichts anderes wollte als frei und unabh\u00e4ngig nach seinen Vorstellungen zu leben, ohne Ausreden, ohne Klimmz\u00fcge. Ein junger Mensch, der gegen die allm\u00e4chtige Verwaltung der Gleichmacherei aller seiner B\u00fcrger ank\u00e4mpfen musste, um sich selbst treu zu bleiben.<\/p>\n<p>Humorvoll und oftmals ins Skurrile abtauchend l\u00e4sst Paetzke einen \u201eNormalb\u00fcrger\u201c, &#8211; nicht einen Dissidenten &#8211; sich mit dem Regime auseinandersetzen. Er ist nicht vors\u00e4tzlich auf Konfrontationskurs aus, doch eckt er durch seinen unbedingten Freiheitswillen immer wieder stark an und schafft sich dadurch gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Probleme. Bedingt durch die Geschichte seiner Familie rutscht er gleichsam in eine oppositionelle Situation, aus der er immer wieder zu entkommen sucht. Wenn es dann aber hart auf hart geht, weicht er nicht zur\u00fcck, sondern verteidigt eloquent und manchmal auch trickreich seinen Standpunkt.<\/p>\n<p>Die autobiografische Erz\u00e4hlung soll auf drei B\u00e4nde angelegt sein, wovon hier der erste die Jugend des Erz\u00e4hlers bis zu seinem endg\u00fcltigen Bruch mit der DDR erz\u00e4hlt und die mit seiner Ausreise nach Ungarn endet.<\/p>\n<p>In einem Interview mit dem Mitteldeutschen Verlag wurde der Autor gefragt, wie er, der preisgekr\u00f6nte \u00dcbersetzer (von M\u00e9sz\u00f6ly, Konr\u00e1d, N\u00e1das, Heller, Esterh\u00e1zy, E\u00f6rsi \u2013 um nur die \u2013 auch in Deutschland &#8211; bekanntesten Literaten zu nennen) dazu gekommen sei, sein Leben so reflektierend zu beschreiben. Er erwiderte, dass er gerne auch f\u00fcr die nachfolgenden Generationen festhalten m\u00f6chte, was er damals gedacht \u2013 wie es ihm damals ergangen war. Ohne Vergangenheit g\u00e4be es keine Zukunft. Er k\u00f6nne sich nicht frei machen von seinen eigenen Erinnerungen, von denen seiner Familie, von verflossenen Liebesbeziehungen, k\u00fcnstlerischen Versuchen, homoerotischen Verirrungen. Er k\u00f6nne sich nicht frei machen von den Erinnerungen an die Zeit im Gef\u00e4ngnis, an Kindheit und Jugend seiner ungeliebt-geliebten ostdeutschen Heimat, die seine Heimat nicht hatte sein wollen.<\/p>\n<p>Heute sieht er es so: Mit der DDR hat mich, ohne dass ich mir dessen damals bewusst geworden w\u00e4re, stets eine Art Hassliebe verbunden. Geglaubt habe ich den marxistischen Religionslehrern so gut wie nichts. Trotzdem haben sie mich stark beeinflusst. Die von ihnen propagierte Friedensliebe ist ein Teil meiner selbst geworden, ich habe sie verinnerlicht, w\u00f6rtlich genommen. Sie freilich versuchten, Friedensliebe und Friedenssehnsucht mit der Idee eines gerechten Krieges zu verbinden.\u201c<\/p>\n<p>Vorweggenommen gleich die Schwachstellen des Buches: Der Autor war, als Kleinkind in vom Bombenhagel st\u00fcrzenden Tr\u00fcmmern versch\u00fcttet worden, verstummt \u2013 und hatte erst mit f\u00fcnf Jahren wieder seine Sprache gefunden. Danach lag ihm, wie er selbst zugibt, das Herz auf der Zunge und er sprudelte alles heraus, was ihm in den Sinn kam. So auch in diesem Roman: Als Leserin will ich eigentlich die Einzelheiten gar nicht so genau wissen, wie viele M\u00e4dchen er verf\u00fchrt, wieviele er ungl\u00fccklich gemacht hat, wie er aus Neugierde und auf der Suche nach Liebe, Anerkennung und intellektuellem Gespr\u00e4ch ins \u201eandere Lager\u201c wechselte und auch homoerotische Neigungen ausprobierte. Don Giovanni k\u00f6nnte ein Seelenverwandter von mir gewesen sein. Auch ich hetzte von einem Abenteuer zum n\u00e4chsten, wollte mich immer wieder aufs Neue beweisen.\u201c Mehr w\u00fcrde interessieren, wie er zu seiner Philosophie und Lebenseinstellung kam \u2013 zum Teil im Gespr\u00e4ch mit v\u00e4terlichen Freunden und m\u00fctterlichen Freundinnen: Dieser Freundschaft verdanke ich pr\u00e4gende Lebensbilder, die mich viele Jahre sp\u00e4ter zur traurigen Erkenntnis f\u00fchren sollen, dass Opfer und T\u00e4ter in Diktaturen sich oft unl\u00f6slich ineinander verkrampfen, so dass sie gelegentlich einen Rollentausch vornehmen, dass ein T\u00e4ter auch Opfer, dass ein Opfer auch T\u00e4ter werden kann.\u201c Auch seine vielen B\u00fccher werden ihm die Richtung gewiesen haben. &#8211; \u00dcber 2000 hatte er gesammelt, als er als junger Mann die DDR verlie\u00df. Eine gewisse K\u00fcrze h\u00e4tte dem Buch gut getan und es dem Leser leichter gemacht die hin- und her galoppierenden Erinnerungen chronologischer einordnen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dies nur am Rande. Insgesamt ist der Roman eine spannende und einpr\u00e4gsame Erz\u00e4hlung aus Sicht eines jungen Mannes, der sich mit unm\u00f6glichen Forderungen, Zudringlichkeiten und T\u00fccken einer Diktatur herumschlagen muss. In seinem flotten, h\u00e4ufig ironischen Ton gibt er einen guten Einblick in die damalige Situation und k\u00f6nnte auch dazu beitragen, heute manche Reaktion besser zu verstehen, wenn man denn willens ist, sich damit in unserer, als sicher geglaubten, Demokratie auseinander zu setzen.<\/p>\n<p>Alles begann am 26. September 1963, als der 20j\u00e4hrige Erz\u00e4hler in eine gr\u00fcne Minna stieg, die ihn letztendlich als politischen Straft\u00e4ter \u00fcber Cottbus, Frankfurt an der Oder und schlie\u00dflich in das Haftarbeiterlager Schwarze Pumpe bei Spremberg transportierte. Sein Vergehen: er hatte sich geweigert den Milit\u00e4rdienst zu absolvieren. Weder \u201egutgemeinte\u201c Ratschl\u00e4ge noch Drohungen hatten ihn umstimmen k\u00f6nnen. Wie hatte er sich auch erdreisten k\u00f6nnen, den Dienst an der Waffe gegen den imperialistischen Feind zu verweigern?<\/p>\n<p>Der jugendliche Erz\u00e4hler aber kannte die Geschichte seiner Familie, ihre Nazi-Vergangenheit. Er wusste darum, was das 3. Reich angerichtet hatte und wollte sich um gar keinen Preis zum Helfershelfer einer evtl. kriegerischen Auseinandersetzung machen lassen.<\/p>\n<p>Ungef\u00e4hr in der Mitte des Buches erkl\u00e4rt er ganz explizit seinen eigenen Standpunkt, das Res\u00fcmee seiner Verweigerung, seiner Art sein Leben zu leben:<\/p>\n<p>\u201eVor den Volksbegl\u00fcckern graust es mich. Immer geben sie vor, andere begl\u00fccken zu wollen. Dabei geht es immer nur um sie selbst, um Rache f\u00fcr eigene Verletzungen, um das \u00dcbert\u00fcnchen eigener Schw\u00e4chen, um Omnipotenz-Fantasien. Um sich selbst zu verwirklichen, schicken sie andere in den Tod, um den Schmerz der eiternden Wunden, die doch nicht zu heilen sind, zu lindern, brauchen sie tagt\u00e4glich h\u00f6here Dosen der Droge Macht \u00fcber Leben und Tod. Diesen Teufelskreis von Opfern und T\u00e4tern wollte ich mich entziehen. Angewidert von der um mich her existierenden Wirklichkeit beschloss ich, mich sowohl der Opfer- als auch der T\u00e4terrolle ein f\u00fcr alle Mal zu verweigern. Ich wollte mein Schicksal selbst in die Hand nehmen, mich nicht wie ein Lamm zur Schlachtbank f\u00fchren lassen.\u00a0Ich stellte mein Leben auf den Kopf, oder besser gesagt, versuchte, es neu zu ordnen. Als mein Jahrgang in die bedrohliche N\u00e4he des Termins r\u00fcckte, zum Wehrdienst f\u00fcr die Nationale Volksarmee gemustert und eingezogen zu werden, entdeckte ich in mir den Hang zu einer alternativen Lebensweise. Fortan \u2013 es herrschte Winter \u2013 ging ich nur noch barfu\u00df in Holzlatschen, a\u00df kein Fleisch mehr, lebte spartanisch, auch wenn mein Verlangen nach dem sch\u00f6nen Geschlecht keineswegs abnehmen wollte. Spontan entschied ich, nie eine Waffe in die Hand zu nehmen.\u201c<\/p>\n<p>Detailliert beschreibt er die Methoden des Regimes die H\u00e4ftlinge zu erniedrigen, zu verunsichern, zu dem\u00fctigen.<\/p>\n<p>Vor Prozessbeginn war er per Anhalter kreuz und quer durch die DDR gereist, erkl\u00e4rte denen, die ihn mitnahmen, seine Beweggr\u00fcnde f\u00fcr die Kriegsdienstverweigerung, berief sich dabei auf ethische und religi\u00f6se Beweggr\u00fcnde. Zu seinem Erstaunen traf er aber nie auf M\u00e4nner, die sich dazu bekannt h\u00e4tten, im Krieg get\u00f6tet zu haben. \u201eWie aber hatte es zu den Millionen von Kriegstoten kommen k\u00f6nnen, wenn doch niemand getroffen haben wollte?\u201c<\/p>\n<p>Er versuchte es mit Glaubensgemeinschaften und wollte damit demonstrieren, wie ernst es ihm mit seiner Verweigerung war. Manchmal half ihm seine schauspielerische Begabung: ein Wutausbruch, ein Weinkrampf, um Schlimmerem als einem Verh\u00f6r zu entgehen, oder um ein kleines Privileg zu ergattern, wie z.B. den Besuch einer Einzeltoilette. Doch im Ganzen gesehen, musste er alles durchmachen, wie jeder gew\u00f6hnliche \u201eKriminelle\u201c. \u201eNach dem Duschbad verlieren die Strafgefangenen ihre b\u00fcrgerliche Identit\u00e4t. Kleidung und Namen sind in der Effektenkammer abzugeben.<\/p>\n<p>Seine Zellengenossen erz\u00e4hlten ihm ihre Geschichten von Zumutung, N\u00f6tigung, Fluchtversuch, Diebstahl. Alles wird streng geahndet, am strengsten aber ein Fluchtversuch. Das sind die ganz starken Seiten des Buches: Die schier unz\u00e4hligen Geschichten der Menschen, mit denen er zusammenkam. Es sind die Lebensgeschichten seiner Zellengenossen, derer, die seine Freunde wurden, aber auch die seiner Gegner, der Mitl\u00e4ufer im Regime Ulbricht. Anhand dieser eingeschobenen Erz\u00e4hlungen kommt der Leser dem eingeschlossenen Leben in der DDR ganz eindringlich nah, wobei Ironie und Sarkasmus diese Geschichten so leseleicht machen. Das hatte man auch im Westen vernommen, wie selbst die eigenen Familienmitglieder bespitzelt und ausgeliefert wurden. Der Erz\u00e4hler erf\u00e4hrt das von seinen Mitgefangenen. Unter anderen auch die Geschichte des ersten CDU-Au\u00dfenministers der DDR, Dertinger, der als angeblicher Spion zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Seinen Sohn \u00fcbergab das Regime einer Familie zur Adoption, damit aus ihm ein linientreuer Kommunist w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Immer wieder, manchmal recht abrupt, schwenkt er in die eigene Familienhistorie, in seine Kindheits- und Jugendgeschichte: Schon einmal war er mit der sozialistischen Beh\u00f6rde zusammengerasselt, als er sich mit 16 Jahren w\u00e4hrend eines Ausflugs \u00fcber Ulbricht lustig machte, von seinem Klassenlehrer denunziert und von allen weiterf\u00fchrenden Schulen der DDR ausgeschlossen worden war. Als Konsequenz fing er eine Schauspielerausbildung an: \u201eDie Freiheit, die ich anstrebte, hatte nichts mit staatlichen Rahmenbedingungen zu tun, nichts mit Politik. Ich sehnte mich nach einem Mikrokosmos Gleichgesinnter, die Tag f\u00fcr Tag aus der Wirklichkeit in eine Fantasiewelt flohen, darin ihr Leben fanden. F\u00fcr mich aber hatte das nichts mit Flucht oder innerer Emigration zu tun, wovon ich als Sechzehnj\u00e4hriger noch keine Vorstellung hatte. Nein, die Welt der B\u00fchne, der Fantasie, des Andersseins, sie, die sich der Wirklichkeit des Alltags verweigerte, schien mir die wirkliche Welt zu sein. Nur in ihr und f\u00fcr sie wollte ich leben.\u201c<\/p>\n<p>Er versuchte es an verschiedenen Theatern, mit unterschiedlichem Erfolg. Doch immer wieder hatte er Gl\u00fcck und fand einen Freund, der es wirklich gut mit ihm meinte, mit dem er sich ehrlich unterhalten konnte.<\/p>\n<p>In seinem damaligen Leben f\u00fchlte er sich heimatlos, was nicht nur dem Umzug seiner Familie aus dem vom Krieg zerst\u00f6rten Leipzig geschuldet war: &lt;em&gt;\u201eSeither habe ich an circa zwanzig verschiedenen Orten Deutschlands versucht, heimisch zu werden.\u201c\u00a0Erst in Budapest, wo ich zwischen 1968 und 1973 gelebt habe und wohin ich 1994 zur\u00fcckgekehrt bin, ist es mir gelungen, wieder Wurzeln zu schlagen, mich heimisch zu f\u00fchlen.\u201c \u201eWas ist Heimat? Ist Heimat nicht auch all das an Erlebtem, was dich belastet, was du gern verdr\u00e4ngen w\u00fcrdest? Und die Sprache? Sie setzt sich \u00fcber alle erlittene Schmach hinweg. L\u00e4sst sich nicht absch\u00fctteln, ist deine Seelenhaut.\u201c<\/p>\n<p>Als er nach acht Monaten Haft entlassen wurde, musste er versuchen, sein Leben ganz neu zu ordnen. In die fr\u00fcheren T\u00e4tigkeiten konnte er nicht zur\u00fcck kehren, eine abgeschlossene Ausbildung hatte er nicht. Fast jeder Versuch scheiterte, selbst seine ernst gemeinten Liebesbeziehungen scheiterten. Nur sein nachgeholtes Abitur auf einer Abendschule konnte er erfolgreich bestehen.<\/p>\n<p>Da er\u00f6ffnete sich ihm die M\u00f6glichkeit ganz legal nach Ungarn auszureisen, mit all seinen 2000 B\u00fcchern. Ein Umzug ins gelobte Land!? \u2013 Das wird uns hoffentlich der n\u00e4chste Band dieser Lebenserinnerungen aufzeigen.<\/p>\n<p>Gudrun Brzoska<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Roman Mitteldeutscher Verlag Halle (Saale), 2017 ISBN: 978-3-95462-786-8 Bezug: Buchhandel; Preis:14,95 Euro von Gudrun Brzoska Die Umfragen zum Deutschen Nationalfeiertag am 3. 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