{"id":421,"date":"2011-09-25T09:25:24","date_gmt":"2011-09-25T09:25:24","guid":{"rendered":"http:\/\/ungarischeliteratur.wordpress.com\/?p=421"},"modified":"2012-05-19T20:32:08","modified_gmt":"2012-05-19T20:32:08","slug":"kurze-buchvorstellung-vamos-miklos-vom-lieben-und-hassen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=421","title":{"rendered":"Rezension: V\u00e1mos, Mikl\u00f3s &#8211; &#8222;Vom Lieben und Hassen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/vom_lieben.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-full wp-image-2482\" title=\"vom_lieben\" src=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/vom_lieben.jpg\" alt=\"\" width=\"126\" height=\"200\" \/><\/a>Der 44-j\u00e4hrige Journalist und Komiker L\u00e1szl\u00f3 hat es nicht leicht mit seiner Mutter. Seit jeher tyrannisiert ihn die exzentrische Frau mit ihren seelischen Gem\u00fctsbewegungen und bietet verschiedentlich Anlass, sich um sie zu sorgen. Dies wird gleich zu Beginn des Romans deutlich, als die manisch-depressive, alkoholkranke und unentwegt rauchende Mutter von ihrem Sohn bewusstlos mit einer Tabletten- und Alkoholvergiftung in ihrer Wohnung aufgefunden wird. Als sie schlie\u00dflich schwer an Krebs erkrankt, fordert sie die bedingungslose Aufmerksamkeit ihres Sohnes.<br \/>\nDie intensive Mutter-Sohn Beziehung und deren implizite Hassliebe tritt im Verlauf des Romans in den st\u00e4ndig wechselnden Perspektiven zwischen den beiden Hauptfiguren hervor. Dabei rechnet die sterbenskranke Frau in einer Art Halbwachzustand mit ihrem Leben im kommunistischen Ungarn, ihren Kindern, ihrem Mann und dem letzten Liebhaber ab, w\u00e4hrend der Sohn vergeblich versucht, sein Privatleben zu ordnen. Bei aller realistischen Darstellung der Mutter offenbart diese durchaus Sinn f\u00fcr die seltsamen Seiten des Lebens und steht damit im Gegensatz zu ihrem Sohn, der zwar als Berufskomiker gilt, seinen eigenen Lebensumst\u00e4nden jedoch nur wenig Humor entgegenbringen kann. W\u00e4hrend sie unkonventionell zu leben vermag und ihre Meinungen direkt und derb \u00e4u\u00dfert, hinkt er seinen eigenen Lebensentw\u00fcrfen st\u00e4ndig hinterher und verliert sich in seinen allt\u00e4glichen Entscheidungen. Noch dazu bringt ihn die Pflege seiner Mutter physisch und psychisch an seine Grenzen.<br \/>\nMit ihrem Tod begreift L\u00e1szl\u00f3, inwiefern er von seiner Mutter h\u00e4tte lernen k\u00f6nnen und es auch noch immer kann: \u201eSchade, &#8218;dass ich erst JETZT allm\u00e4hlich beginne zu begreifen, dass meine Mutter im Grunde eine patente Frau gewesen sein muss. SCHADE, dass ich sie erst jetzt zu BENEIDEN beginne, weil sie so MUTIG gelebt hat, wie ich es nie gewagt habe.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der 44-j\u00e4hrige Journalist und Komiker L\u00e1szl\u00f3 hat es nicht leicht mit seiner Mutter. Seit jeher tyrannisiert ihn die exzentrische Frau mit ihren seelischen Gem\u00fctsbewegungen und bietet verschiedentlich Anlass, sich um sie zu sorgen. Dies wird gleich zu Beginn des Romans &hellip; <a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=421\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[164],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/421"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=421"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/421\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2483,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/421\/revisions\/2483"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=421"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=421"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=421"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}