{"id":3992,"date":"2015-01-24T17:18:00","date_gmt":"2015-01-24T17:18:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=3992"},"modified":"2019-01-07T11:04:27","modified_gmt":"2019-01-07T11:04:27","slug":"gelleri-andor-endre","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=3992","title":{"rendered":"Gell\u00e9ri, Andor Endre"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_3993\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/gelle\u0301ri_andor-endre.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3993\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3993\" title=\"gelle\u0301ri_andor-endre\" src=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/gelle\u0301ri_andor-endre.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"232\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3993\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Pet\u00f6fi Literaturmuseum<\/p><\/div>\n<p><strong>\u00dcber den Autor<\/strong><\/p>\n<p>Er wird 1906 geboren. Sein Vater betreibt mit einem Kollegen eine Geldschrankschlosserei. Die Familie zieht mehrmals um, 1912 nach \u00d3buda, wo der Vater f\u00fcr wenige Jahre sein eigenes Gesch\u00e4ft er\u00f6ffnet. Als er 1914 eingezogen wird, lebt die Familie in schwierigen wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnissen. \u201eMein Schicksal hat mich in das Land der Armen geworfen, und hier hat sich mein sozialer Blick ausgebildet\u201c, berichtet Gell\u00e9ri 1934 in einem Interview.\u201c Der verzaubert-lyrische Ton l\u00e4sst die Zeitgenossen auf Gell\u00e9ri aufmerksam werden, auf das Bewusstsein um die physische Existenz des Menschen und alles, was damit zusammenh\u00e4ngt.<br \/>\nAndor macht auf Druck seines Vaters eine dreij\u00e4hrige Ausbildung im Bereich Eisen- und Metallindustrie, schreibt w\u00e4hrenddessen bereits Erz\u00e4hlungen, mit denen er sich in Literaturkreisen einen Namen macht. Sein Thema ist das Leben der Arbeiter.<br \/>\nObwohl seine Erz\u00e4hlungen ver\u00f6ffentlicht werden, obwohl er Stipendien und Preise erh\u00e4lt, kann er nie von seiner Arbeit als Schriftsteller leben. Die Arbeitslosigkeit ist gro\u00df. Gell\u00e9ri hat Gl\u00fcck und kann in einer Gro\u00dfw\u00e4scherei eine Ausbildung zum F\u00e4rber machen. Er f\u00fchlt sich gedr\u00e4ngt, \u00fcber die Welt der kleinen Proletenm\u00e4dchen, \u00fcber die der Waschjungen, \u00fcber das Elend und die Qual, die sie umgibt, zu schreiben. In der allgemeinen Arbeitslosigkeit wechselt Gell\u00e9ri seine Berufe h\u00e4ufig. Bis zu seinem 24. Lebensjahr war er Schlosser, Geldschrankbauer, Industriezeichner, F\u00e4rber, Athlet, H\u00e4ndler, Vertreter und Erzieher. Endlich kann er durch Vermittlung in der Logistikabteilung einer Budapester Textilfabrik arbeiten \u2013 bis Oktober 1942. Da wird er aufgrund der Judengesetze entlassen. Gell\u00e9ri wird immer wieder zu Arbeitsdiensten einberufen. Dazwischen schreibt er an seinem autobiografischen Roman, der leider unvollendet bleibt. 1944 wird er nach Mauthausen deportiert, dann ins KZ Gunskirchen, wo er 1945, wenige Tage nach der Befreiung, mit neununddrei\u00dfig Jahren an Typhus stirbt. (Quelle: Nachwort der \u00dcbersetzerin Timea Tank\u00f3)<\/p>\n<p>Nach dem Roman <em>Die Gro\u00dfw\u00e4scherei<\/em>, den der Guggolz-Verlag dankenswert wieder neu \u00fcbersetzen lie\u00df, sind diese einunddrei\u00dfig Erz\u00e4hlungen hoffentlich nicht das letzte, was wir von diesem gro\u00dfartigen Schriftsteller lesen k\u00f6nnen. Es gibt ja noch weitere Erz\u00e4hlungen, sowie seine fragmentarisch gebliebene Autobiografie, <em>(Die Geschichte eines Selbstwertgef\u00fchls <\/em>\u2013 noch nicht \u00fcbersetzt)<\/p>\n<p><strong><br \/>\nIn der Ehinger Bibliothek befindliche Publikationen:<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a title=\"Rezension: Gell\u00e9ri, Andor Endre \u2013 \u201cDie Gro\u00dfw\u00e4scherei\u201d\" href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=3995\">Die Gro\u00dfw\u00e4scherei. Roman. Originaltitel: A nagymosoda, 1931. Aus dem Ungarischen von Timea Tank\u00f3. Guggolz Verlag Berlin, 2015. ISBN 978-3-945370<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=4675\">Stromern. Novellen. Originaltitel: \u00d6sszegy\u0171jt\u00f6tt novell\u00e1i, 1964. Aus dem Ungarischen von Timea Tank\u00f3. Guggolz Verlag Berlin, 2018. ISBN 978-3-945370-18-6<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber den Autor Er wird 1906 geboren. 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