{"id":3796,"date":"2014-11-30T08:26:42","date_gmt":"2014-11-30T08:26:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=3796"},"modified":"2014-11-30T08:26:42","modified_gmt":"2014-11-30T08:26:42","slug":"rezension-laszlo-darvasi-blumenfresser","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=3796","title":{"rendered":"Rezension: L\u00e1szl\u00f3 Darvasi &#8211; &#8222;Blumenfresser&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/blumenfresser.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-full wp-image-3798\" title=\"blumenfresser\" src=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/blumenfresser.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"249\" \/><\/a><em>Roman<br \/>\nAus dem Ungarischen von Heinrich Eisterer<br \/>\nVerlag Suhrkamp Berlin 2013<br \/>\nISBN: 978-3-518-42359-2<br \/>\nOriginaltitel: Vir\u00e1gzab\u00e1l\u00f3k, 2009<br \/>\nBezug: Buchhandel, Preis: 28,00 Euro <\/em><\/p>\n<p>11. M\u00e4rz 1879: Der Thei\u00df droht Hochwasser. Der deutsche Arzt Dr. Gustav Sch\u00fctz steht im Wasser. Er ist alt und blind, schreit Unverst\u00e4ndliches, prophezeit, dass der Fluss alles unter sich begraben werde. (1879 zerst\u00f6rte tats\u00e4chlich ein katastrophales Hochwasser die Stadt. Von 6000 H\u00e4usern blieben nur 300 verschont.)<br \/>\nIn seinem Haus sind Imre Sch\u00f6n, der schrullige Botaniker und seine Frau Klara Pels\u0151czy in einem mit Blumen und Pflanzen vollgestopften Zimmer, eng umschlungen verhungert. Eigenh\u00e4ndig hatten sie vorher jede T\u00fcr, jedes Fenster zugenagelt. Mit eintausendundeinem bunten Nagel. Die Leute geben ihm, Sch\u00fctz, die Schuld daran. Man schubst ihn hin und her, schl\u00e4gt ihn, durchsucht sein Haus, verw\u00fcstet seine Wohnung. Das Haus des Arztes bedeckt ein dicker Blumenteppich, er kaut Bl\u00fcten und erinnert sich an die letzten Jahrzehnte. Inzwischen deckt die Thei\u00df mit Gebr\u00fcll und Wassermassen die Stadt zu. Aus dem Romanende: Zu diesem Zeitpunkt lebt keiner der Protagonisten mehr: Weder der Arzt, noch das Ehepaar Imre Sch\u00f6n und Klara, noch ihre Liebhaber. Die Verstorbenen retten die Lebenden \u2013 so \u00e4hnlich sagt es am Schluss Gustav Sch\u00fctz. Hat er etwa seinen eigenen Tod getr\u00e4umt? \u201eEs gibt Geschichten, die in dem Augenblick enden, in dem sie begonnen werden, aber beginnen, sobald sie zu Ende gehen! \u2013 Man erschafft keine Legenden, um dann an ihnen zugrunde zu gehen!\u201c Das k\u00f6nnte \u00fcber dem ganzen Roman stehen: Die Legenden leben, und wenn eine zugrunde geht, wird eine andere auferstehen \u2013 auch das sagt Sch\u00fctz etwas sp\u00e4ter. Der sterbende Alte h\u00f6rt die Stimmen von Klara und Imre. So ist es also gewesen? fragt er sich, beugt sich aus dem Fenster und h\u00f6rt die Musik des Grasmusikanten immer n\u00e4her kommen.<br \/>\nDarvasis dicht gewebter farbiger und von Geschichten berstender 860-Seiten-Roman erz\u00e4hlt von den alten Problemen der Menschheit: Von Sehnsucht und Liebe, von Einsamkeit und Rache, von Verrat, T\u00e4uschung und Vergessen. In diesen Erz\u00e4hlungen \u00fcberschlagen sich Historie, Geschichten, Geschichtchen, komische kleine Einschiebsel, skurrile und grausame Legenden und mythische Gestalten. Es ist die Zeit des \u00dcbergangs von der alten Welt zur neuen, als die Menschen noch mit mythischen Gestalten umgehen, ihr Auftauchen deuten konnten. Es ist die Zeit, als noch aus Wunden Bl\u00fcten wachsen und sich das Besondere eines Menschen zeigt, wenn er, wie Klara, mit einem roten Fleck auf der Hand geboren wird.<br \/>\nAngesiedelt hat Darvasi diesen Roman in der Stadt Szeged am Zusammenfluss von Thei\u00df und Marosch, als die Ungarn f\u00fcr ihre Unabh\u00e4ngigkeit k\u00e4mpften, 1848\/49. Sie f\u00fchren aber auch bis nach Budapest und Wien. Enden l\u00e4sst er die Tr\u00e4ume der alten Zeit in der gro\u00dfen Katastrophe von 1879, im Hochwasser der Thei\u00df. Ausgel\u00f6scht sind damit endg\u00fcltig auch die mythisch-allegorischen Gestalten vom musizierenden Kosovaren Nero Koszta, der schon seit der Schlacht auf dem Amselfeld unterwegs ist um den nahen Tod anzuzeigen, ausgel\u00f6scht sind auch Wurzelmama, Blatt und Wurm, welche die Sterbenden in sich aufnehmen und ihnen den Tod leicht machen k\u00f6nnen.<br \/>\nDarvasi erz\u00e4hlt die Lebensgeschichten von Klara und ihren Liebhabern in f\u00fcnf gro\u00dfen Kapiteln und aus deren Sicht, so dass wir mehrmals die fast gleiche Geschichte lesen. Oder doch nicht?, war alles vielleicht doch ganz anders? Fest steht, dass der Arzt Gustav Sch\u00fctz alle F\u00e4den in der Hand h\u00e4lt und an den Strippen zieht. Ist er es selbst sogar, der an diesen Legenden gewoben hat, als noch Nebelgestalten durch Kindertr\u00e4ume zogen, als die Menschen noch f\u00e4hig waren mit Geistgestalten zu reden, den eigenen Tod herankommen zu f\u00fchlen? Nach dem niedergeschlagenen Freiheitskampf scheinen sie sich in einer n\u00fcchterneren Welt kein Geh\u00f6r mehr verschaffen zu k\u00f6nnen. In einer neuen, technisierten Zeit wird man diese, in Parallelleben weilenden Schatten nicht mehr brauchen.<br \/>\nKlara, das exzentrische M\u00e4dchen, ist so eine, die mit den Nebelwesen spricht, f\u00fcr die auch die unbelebte Materie ein eigenes Leben hat &#8211; und die sich immer, bis an ihr Lebensende an alles erinnern m\u00f6chte. Diesen Hang hat sie von ihrem Vater, einem poetisch angehauchten verarmten und verkrachten kleinadeligen Tr\u00e4umer, der zum S\u00e4ufer wurde, als seine Welt in Br\u00fcche ging. Er macht seine Tochter auf die Wesen hinter der offensichtlichen Welt aufmerksam. Klara wird auch sp\u00e4ter so leben, als sei ihr Leben ein Traum \u2013 die Tr\u00e4ume ihr Leben. \u201eWenn der Vater sprach, wurde die Welt gro\u00df und geheimnisvoll. Aus dieser Welt rief das Schweigen der Mutter sie zur\u00fcck\u201c. Auch dem Leser f\u00e4llt es zuweilen schwer, zwischen Fantasie und Realit\u00e4t zu unterscheiden. Doch das macht nichts: Im Traum und durch den Traum erfahren wir Dinge, wie sie nicht im Geschichtsbuch stehen. Darvasi verwebt Traum und Leben, erz\u00e4hlt uns nebenbei einen Teil der Geschichte Szegeds, in der Juden, Christen und Zigeuner, Ungarn, Serben, Armenier und Deutsche neben- und miteinander leben m\u00fcssen &#8211; und die Weltgeschichte der Zigeuner.<br \/>\nM\u00e4andernd wechselt der Autor hin und her, erz\u00e4hlt die Geschichte von Klara, die Geschichte ihrer Mutter und ihres Vaters und deren Familien. Der Leser h\u00e4ngt atemlos an den Seiten des Buches; \u00fcberlesen darf man nichts, sonst hat man den Eindruck, etwas Wichtiges verpasst zu haben.<br \/>\nSeptember 1833: Klaras Vater kauft einen kleinen Raddampfer, mit dem er die Leute auf der Thei\u00df bef\u00f6rdert und auf dem er mit seiner Tochter herumschippert und ihr die Welt erkl\u00e4rt. In ihren Albtr\u00e4umen sieht sie immer wieder einen bleichen Jungen im Todeskampf, dem sie sich seltsam verwandt und von ihm angezogen f\u00fchlt. Er wird Adam Pallagi sein, ihr zweites Ich.<br \/>\nZuvor verliebt sie sich in den Botaniker Imre Sch\u00f6n, von dessen Schrullen die ganze Stadt spricht: \u00dcberall streut er Samen aus, pflanzt an den unm\u00f6glichsten Stellen Blumenzwiebeln. So etwas Unn\u00fctzes! Klara f\u00fchlt sich von ihm angezogen, bei ihm lernt sie eine andere Welt kennen. Der Mann, der lange im Ausland gelebt hatte, vermittelt ihr Schutz und Sicherheit. Ganz anders sein riesiger Bruder Peter, der alles erzittern l\u00e4sst, wenn er auftritt, der aber auch f\u00e4hig ist, ein gef\u00fclltes Lik\u00f6rgl\u00e4schen in seiner Westentasche zu transportieren. Peter kommt und geht wann er will und nimmt sich ungest\u00fcm, was er m\u00f6chte. Bei ihm sucht Klara das sexuelle Abenteuer, Kraft und St\u00e4rke. \u201ePeters Aufrichtigkeit war roh, doch es war unm\u00f6glich, dem st\u00fcrmischen Schauspiel seiner Zerknirschung zu widerstehen.\u201c \u2013 \u201eEr war wirklich ein Barbar, ein gef\u00fchlvoller Wilder\u201c. W\u00e4hrend der tr\u00e4umerische Imre, genau wie sie, Zugang zur Welt hinter den Dingen hat, will Peter davon nichts wissen. Er verabscheut sie. Die Dunstgestalten seiner Kindheit haben ihm immer Angst gemacht. Und auch Adam, der zun\u00e4chst unerkannte Halbbruder der Beiden, verliebt sich in Klara. Er ist der \u201ewei\u00dfe Schatten\u201c, den keiner wahrnimmt und der deshalb glaubt, er k\u00f6nne sich alles erlauben, auch das T\u00f6ten, nur damit er einmal beachtet wird. Fast h\u00e4tte er aus Eifersucht Imre get\u00f6tet, wenn Peter nicht dazwischengefahren w\u00e4re! Nur Klara wird aufmerksam auf ihn, er wird ihr immer fehlen, auch wenn er eigentlich nichts tut, als sie zu belauern, vor ihr zu stehen und sie immer nur anzusehent. \u201eAuch sp\u00e4ter ber\u00fchrte sie nie seine Hand, sein Gesicht oder sein kr\u00e4ftiges blondes Haar &#8230; sie lernte seinen K\u00f6rper, den Duft seines K\u00f6rpers nicht kennen, nur sein Blick war ihr bekannt, dieser zugleich aufdringliche und schamhafte Blick. \u2026 Er war kein Bekannter, sondern ein Teil von ihr, ein Glied, eine Erweiterung ihres Lebens. Sie hatte das Gef\u00fchl, dass Adam eigentlich sie selbst sei.\u201c Auch Adam hat Zugang zur Parallelwelt. Er wird Nero Kosztas Nachfolger werden als Grasmusikant, als er bei einer Schlacht erstochen wird. Klara liebt ihre Verehrer, jeden auf besondere Weise \u2013 und sie verzweifelt auch an ihnen. F\u00fcr sie verdichten sich die drei M\u00e4nner zu einem: \u201eIch gebe ihn nicht her \u2013 was ich brauche, geh\u00f6rt mir!\u201c<br \/>\nIm Hintergrund der Erz\u00e4hlungen um Klara, ihre M\u00e4nner, um die Zigeuner mit ihrem Woiwoden Gilag\u00f3g und dem F\u00e4den-ziehenden Dr. Sch\u00fctz tobt der Freiheitskampf, brechen Verd\u00e4chtigungen und Pogrome gegen die ethnischen Mitb\u00fcrger Szegeds aus, werden blutige Schlachten geschlagen und viel gestorben. Klara und Imre hoffen auf die Revolution. Im April 1849 gehen sie in die festlich geschm\u00fcckte, fiebernde Stadt: \u201e\u2026sie k\u00f6nnten auch andere Menschen sein. Ihr Leben k\u00f6nnte eine vollkommen neue Wendung nehmen, ihre aus Staub und Nebel gewebten Tr\u00e4ume k\u00f6nnten zum Leben erwachen \u2026 Sie konnten daran glauben, dass es m\u00f6glich war, feiner, mit mutigerer Seele, auf st\u00e4rkere Art zu leben\u2026.\u201c Der Krieg wird verloren, das Land durch Grausamkeit und Rachdurst der \u00d6sterreicher in Lethargie und Angst versetzt; Spitzel \u00fcberall, Verhaftungen und Hinrichtungen im ganzen Land.<br \/>\nFebruar 1852: Gilag\u00f3g spricht vor den versammelten st\u00e4dtischen Honoratioren \u00fcber \u201edie Weltgeschichte der Zigeuner\u201c \u2013 eine komische, skurrile Geschichte. Danach h\u00e4lt Imre einen Vortrag \u00fcber \u201eBlumenfresser\u201c, wovor ihn viele gewarnt hatten. Sogar den neuen Grasmuskanten hatte er geh\u00f6rt. Und richtig: Die kaisertreue Obrigkeit f\u00fchlt sich derart provoziert, dass sie ihn zuerst zum Tode, dann zu lebenslangem Kerker in Olm\u00fctz verurteilt. Erst eine Amnestie des Kaisers l\u00e4sst ihn nach 7 Jahren wieder frei.<br \/>\nUnd immer hat der Arzt seine H\u00e4nde im Spiel; er hatte die Verbindung zu Imre aufrecht erhalten \u2013 Klara hatte kaum geschrieben und ihn nur einmal besucht &#8211; er kommt zur rechten Zeit, wenn zu heilen ist, er bezahlt wenn n\u00f6tig, er kn\u00fcpft F\u00e4den hierhin und dorthin, setzt sich f\u00fcr seine Sch\u00fctzlinge ein.<br \/>\nW\u00e4hrend der Gefangenschaft ist ihr kleiner Sohn gestorben, was Imre bei seiner Heimkehr nicht realisieren will; er spricht mit dem Kind und es antwortet ihm: \u201eWovor haben wir Angst? fl\u00fcsterte das Kind. \u2013 Dass wir nicht den Ort sehen, an dem wir uns befinden. .-. Vergiss nie: Auch wenn ich genau w\u00fcsste, wie es geschehen ist, w\u00fcrde ich es anders erz\u00e4hlen! \u201c &#8211; bis Klara ihn in die Wirklichkeit zur\u00fcckschreit. Das Ehepaar hat sich fast ganz auseinander gelebt und versucht trotz allem einen gewissen t\u00e4glichen Ritus beizubehalten und das alte Leben zwischen Traum und Wirklichkeit weiter zu f\u00fchren. Adam ist tot und Klara gibt Peter die Schuld daran. Er sei sein M\u00f6rder. Davon ist sie nicht abzubringen, obwohl aus Peters Geschichte hervorgeht, dass er es gar nicht gewesen sein kann. Peter lebt inzwischen in Wien, er wird auch dort sterben.<br \/>\nObwohl der Titel \u201eBlumenfresser\u201c als Vortrag genannt wird, wei\u00df man bis zum Schluss nicht, was Imre eigentlich gesagt hat. Jeder der Anwesenden hat etwas anderes geh\u00f6rt, n\u00e4mlich das, was er h\u00f6ren wollte.<br \/>\nAlle Figuren der Geschichte haben etwas Unwirkliches an sich. Irgendwie sind alle verdreht und \u00fcberspannt; jeder verrennt sich fanatisch in seine eigene Welt, die er besessen verteidigt und aus der er nicht mehr heraus kann:<br \/>\nKlara versteigt sich in ihre Tr\u00e4ume und Sehns\u00fcchte, Imre in seine Blumenforschungen, an denen er Klara nicht teilhaben l\u00e4sst, Peter in seine Kraft und seinen sexuellen Appetit, Adam in seine Unsichtbarkeit und Einsamkeit, an den Glauben an seine Macht \u00fcber Leben und Tod, Dr. Sch\u00fctz in seine Schrulligkeit, die er oft einfach nur zur Schau tr\u00e4gt, die Zigeuner, allen voran Gilag\u00f3g, in ihren wundersamen Ursprung, den er zu ergr\u00fcnden sucht. Auch die weiteren Figuren des Romans kommen aus ihren \u00dcberspanntheiten nicht heraus und m\u00fcssen in ihnen enden.<br \/>\nZum Schluss versammelt Dr. Sch\u00fctz noch einmal alle in einem l\u00f6chrigen Boot auf der Hochwasser f\u00fchrenden Theiss: Peter und Gilag\u00f3g, den Zigeunerf\u00fcrsten, Imre und Klara, die gerade im Blumenzimmer verhungert sind, Adam, den man nur als Grasmusikanten sieht und h\u00f6rt. Auch Sch\u00fctz will sterben \u2013 oder ist er bereits tot? \u201eHerr Sch\u00fctz atmete nur noch schwach, Klara musste das Leben in ihn zur\u00fcckhauchen. Sch\u00fctz wollte sterben. Was hatten sie hier zu suchen? Schon wieder verlie\u00dfen sie sich auf die dubiosen Pl\u00e4ne von Herrn Sch\u00fctz, der immer wieder ertrotzte, dass alles so geschah, wie er es sich ausgedacht hatte.\u201c \u2026\u201cZwischen Schlamm und Unrat wiegten sich auf einmal Rosenbl\u00fcten und es wurden immer mehr. In kurzer Zeit war die ganze Thei\u00df von einem dicken Teppich aus Bl\u00fcten bedeckt. Herr Sch\u00fctz greift sich eine heraus und isst sie. Und die ganze Bootsbesatzung frisst unter Lachen und Geschrei Blumen \u00fcber Blumen. Allm\u00e4hlich wurden sie ruhig und m\u00fcde. Es war vorbei. Alles war vorbei. Die Dinge der Welt begaben sich zur Ruhe.\u201c<br \/>\nZu diesem grandiosen Buch, das zwar manchmal etwas zu sehr ausufert, aber spannend zu lesen ist bis zur letzten Seite, ist nur noch zu sagen, dass es auch eine grandiose \u00dcbersetzung hat von Heinrich Eisterer, der es verstanden hat, den ungarischen Tonfall, die Farbigkeit und F\u00fclle ungeschm\u00e4lert zu vermitteln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Roman Aus dem Ungarischen von Heinrich Eisterer Verlag Suhrkamp Berlin 2013 ISBN: 978-3-518-42359-2 Originaltitel: Vir\u00e1gzab\u00e1l\u00f3k, 2009 Bezug: Buchhandel, Preis: 28,00 Euro 11. M\u00e4rz 1879: Der Thei\u00df droht Hochwasser. 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