{"id":3722,"date":"2014-09-06T21:46:43","date_gmt":"2014-09-06T21:46:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=3722"},"modified":"2014-09-06T21:47:41","modified_gmt":"2014-09-06T21:47:41","slug":"rezension-detering-heinrich-eva-karadi-hg-ungarn-und-europa-positionen-und-digressionen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=3722","title":{"rendered":"Rezension: Detering, Heinrich &#038; Eva Karadi (Hg.) &#8211; &#8222;Ungarn und Europa. Positionen und Digressionen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/ungarn_und_europa.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-full wp-image-3723\" title=\"ungarn_und_europa\" src=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/ungarn_und_europa.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"255\" \/><\/a><em>Anthologie<\/em><br \/>\n<em> Verlag: Wallstein (Reihe: Valerio. Das Magazin der Deutschen Akademie f\u00fcr Sprache und Dichtung; Bd. 16\/2014)<\/em><br \/>\n<em> ISBN: 978-3-8353-1204-3<\/em><br \/>\n<em> Bezug: Buchhandel<\/em><br \/>\n<em> Preis: 10,00 Euro<\/em><\/p>\n<p>Im Dezember 2012 veranstalteten der unabh\u00e4ngige Ungarische Schriftstellerverband, die Deutsche Akademie f\u00fcr Sprache und Dichtung, gemeinsam mit dem Pet\u0151fi Literaturmuseum Budapest die \u201eFirst Budapest Debate on Europe\u201c (die inzwischen bereits fortgef\u00fchrt wurde). Sie kn\u00fcpfte an Diskussionen an, die im Mai 2012 w\u00e4hrend der Fr\u00fchjahrstagung der Deutschen Akademie f\u00fcr Sprache und Dichtung unter dem Titel \u201e\u00dcber die Verletzbarkeit von Sprache und Dichtung\u201c gef\u00fchrt worden waren. \u201cBei den Anwesenden handelte es sich um Dichter, Schriftsteller und Literaturkritiker dreier Generationen. \u2026 Die Teilnehmer kamen nicht nur aus Ungarn und Deutschland, sondern auch aus anderen L\u00e4ndern Europas. \u2026\u201c Aus diesen Diskussionsrunden stammen die Texte im Buch: \u201evon Beginn an ging es nicht lediglich darum, die Situation in einem Land zu kritisieren \u2026 Sondern es ging dar\u00fcber hinaus um Entwicklungen, die sich auf je unterschiedlich ausgepr\u00e4gte, aber durchaus vergleichbare Weise wie in Ungarn so auch in anderen Gesellschaften Ost- und Mitteleuropas und notabene auch in westeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern vollziehen.  Es ging um die gleitenden \u00dcberg\u00e4nge von patriotischen zu nationalistischen, von europakritischen zu fremdenfeindlichen, von demokratischen zu aggressiv ausschlie\u00dfenden populistischen Diskursen, um eine Wiederkehr rassistischer, antisemitischer, homophober Reden\u2026.\u201c &#8211; Der Band bietet keine vollst\u00e4ndige Dokumentation, sondern unterschiedliche Beitr\u00e4ge \u00fcber politische und private Erfahrungen in und mit Ungarn, europ\u00e4ische Hoffnungen und Entt\u00e4uschungen, Reden und Gespr\u00e4che, poetische Texte und politische Stellungnahmen: Ungarn vor, w\u00e4hrend und nach der Wende.<br \/>\nJ\u00e1nos H\u00e1y rechnet mit bitter-sarkastischem Blick mit seinem Heimatland ab, schont auch den Westen nicht, der nach der Wende total versagt hat: Aus einem begonnenen M\u00e4rchen wird ein Albtraum aus Armut und Lebenskampf. Die Grenzen bleiben, wo sie schon immer waren in Osteuropa. Und die Osteurop\u00e4er k\u00f6nnen nicht wirklich hin\u00fcber gelangen, weil die eigene Regierung nicht hilft, sondern sich nur auf der als gro\u00dfartig gedachten Vergangenheit ausruht. Der Westen war es aber, der den hemmungslosen Kapitalismus ohne Netz in den Osten gebracht hat. Die Regierenden halten die ideologische Polarisierung aufrecht, die tiefen Gr\u00e4ben sind in ihrem Sinn. Eine Art modernen Kastenwesens breitet sich immer mehr aus: die Elite, die leicht mit dem Westen Schritt halten kann \u2013 und diesen sogar \u00fcberfl\u00fcgelt &#8211; und die unteren Schichten, die sich daraus nicht l\u00f6sen k\u00f6nnen. \u201eWir schenken unseren Nachbarn keine Beachtung, wir betrachten sie nicht als unsere Schicksalsgenossen. Wir geh\u00f6ren zum m\u00e4rchenhaften Westen. Wir glauben, dass unsere Kultur h\u00f6her steht als die ihre. Wir glauben, dass wir eine Gro\u00dfe Nation sind und unsere Leistungen sich nur an denen anderer Gro\u00dfer Nationen messen lassen.  F\u00fcr eigenes Scheitern sucht man \u00e4u\u00dfere Umst\u00e4nde verantwortlich zu machen, . Also braucht es Feinde\u2026. und wer anderes k\u00f6nnte das sein als der politische Gegner oder die internationalen Organisationen, die Ungarn unter Druck setzen. Das goldene Tor steht sperrangelweit offen. Wenn es dir hier nicht gef\u00e4llt, kannst du ja ins Ausland abhauen. \u2026 Die flexibelste Schicht des Landes ergreift die Flucht. Das Tor zum m\u00e4rchenhaften Abendland hat sich ge\u00f6ffnet, und f\u00fcr einen Augenblick glaubten wir, ins Licht getreten zu sein. \u2026Wir glaubten, wir bek\u00e4men es umsonst oder geschenkt, schlie\u00dflich st\u00fcnde es uns zu.  &#8230; Nicht das moderne und zeitgem\u00e4\u00dfe Denken hat unsere Grenzen \u00fcberschritten, sondern das bunte  Blendwerk des westlichen Marktes, die Reklamen, die grellen Privatsender\u2026\u201c<br \/>\nMit diesen ausf\u00fchrlichen Zitaten aus J\u00e1nos H\u00e1ys Essay ist schon fast alles gesagt, was auch seine Schriftstellerkollegen aus Ungarn und dem west-\u00f6stlichen Europa umtreibt: Die Glorifizierung einer gro\u00dfartigen Vergangenheit, die so nie stattgefunden hat, die \u00dcberheblichkeit anderen Nationen und Minderheiten gegen\u00fcber, das Desinteresse f\u00fcr die Nachbarn, der erstarkende Nationalismus und Rassismus, das Selbstmitleid und die trotzigen Reaktionen auf vermeintliches Nichtverstehen (das gilt alles f\u00fcr Ost und West) \u2013 und, worauf viele Diskutanten abhoben: Nichts wurde und wird aufgearbeitet, nichts hinterfragt. Nicht die K.u.K.-Zeit, nicht die Zeit der Weltkriege, das kommunistische Regime und wie sich die B\u00fcrger darin eingerichtet haben, wenn man ihnen nur ihre Ruhe lie\u00df. Selbst die Sprache, welche Ungarn immer einte, verkommt. Man versteht sich nicht mehr. Unworte sollen den anderen herabsetzen und beleidigen, so Gahse, Dalos und F\u00f6ld\u00e9nyi. Einig sind sich die meisten Schriftsteller darin, dass die Idee der Gr\u00fcnderv\u00e4ter eines vereinten Europa inzwischen schon ziemlich zugesch\u00fcttet ist, von Kleinkariertheit, Nationalstaatlichkeit und Egoismus \u00fcberwuchert. Die meisten machen sich f\u00fcr ein vielf\u00e4ltiges, buntes Europa der Regionen stark, das seine Eigenarten, seine Kultur ohne Bevormundung leben kann.<br \/>\nZur Veranschaulichung im Folgenden einige Zitate aus den Essays:<br \/>\nL\u00e1szl\u00f3 F\u00f6ld\u00e9nyi: \u201eDer Hauptvorwurf im heutigen Ungarn lautet: Hinter jeder Kritik, die sich gegen die Regierung und ihre Ma\u00dfnahmen richtet, steckt eine aus dem Ausland gesteuerte  Verschw\u00f6rung.\u201c  Diese Verschw\u00f6rungstheorien werden mit dem Terminus \u201eFreiheitskampf\u201c der Ungarn korreliert: Freiheitkampf gegen den \u00e4u\u00dferen und den inneren  Feind. Die Unterdr\u00fccker umzingelten schon wieder das Land, welches sich davon befreien m\u00fcsse.<br \/>\n\u00c1kos Szil\u00e1gyi beklagt, dass sich die Macht in einer einzigen Person konzentriert, dass die Gr\u00e4ben seither immer tiefer werden, aber: \u201eNichts brauchen die Ungarn heute mehr als Zusammenarbeit\u2026 Das gr\u00f6\u00dfte Hindernis daf\u00fcr aber ist das \u201eSystem der Nationalen Zusammenarbeit\u201c\u2026<br \/>\nEndre Kukorelly war einige Jahre Parlamentsabgeordneter der Gr\u00fcnen. Aber: \u201eIch musste Gesetzestexte studieren, statt Tolstoi lesen zu k\u00f6nnen. Ich h\u00f6rte auf. Es war unertr\u00e4glich, wie der Zynismus \u00fcberhandnahm. Dass sie eine solche Zerrissenheit des Landes hinnehmen k\u00f6nnen, in rechts und links, oben und unten. Dass sie zusehen k\u00f6nnen, wie Leute auf der Stra\u00dfe schlafen  &#8211; sie sehen einfach an ihnen vorbei. Man konnte praktisch nichts erreichen.\u201c<br \/>\nDas Gespr\u00e4ch zwischen Lajos Parti Nagy, P\u00e1l Z\u00e1vada und Wilhelm Droste zeigt, wie Parti Nagys satirischer  Roman \u201eMeines Helden Platz\u201c und Z\u00e1vadas Roman \u201eDas Verm\u00e4chtnis des Fotografen\u201c die Wirklichkeit nicht nur eingeholt, sondern sogar \u00fcbertroffen haben.<br \/>\nL\u00e1szl\u00f3 M\u00e1rton untersucht kritisch den \u201eabsoluten Freiheitswillen der Ungarn\u201c. Ein gef\u00fchlter Freiheitskampf zieht sich durch viele Jahrhunderte bis in die heutige Zeit. \u201e1989 musste man f\u00fcr die Freiheit nicht k\u00e4mpfen \u2013 sie kam einfach. Die Ungarn konnten mit ihr nichts anfangen.\u201c \u201eMan will von der Freiheit schon deshalb befreit werden, damit der Freiheitskampf fortgesetzt werden kann.\u201c  Damals war Wien der Unterdr\u00fccker \u2013 jetzt ist es Br\u00fcssel. Man will sich nicht belehren lassen, sondern den eigenen Weg gehen und den heldenhaften Freiheitskampf fortsetzen.<br \/>\nMit den \u201eFreiheitsk\u00e4mpfen\u201c gekoppelt ist die Verkl\u00e4rung der Vergangenheit. Darauf heben etliche, auch nicht-ungarische Autoren ab. Z.B. der Ungarn-Kenner Richard Swartz: In Ungarn erinnert man sich gern und voll Nostalgie an die verlorene Gr\u00f6\u00dfe, vor allem eine kleine, aggressive Minderheit, welche die Mehrheit damit einsch\u00fcchtert.<br \/>\nDoch es ist beileibe nicht so, dass nur auf Ungarn \u201eeingedroschen\u201c wird. Der Verleger Michael Kr\u00fcger m\u00f6chte sein liebenswertes Ungarnbild verteidigen und seine ungarischen Freunde und Schriftstellerkollegen nicht missen. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs wurden diese europ\u00e4isch denkenden Schriftsteller ganz selbstverst\u00e4ndlich ein Teil der gemeinsamen Literatur.<br \/>\nAuch f\u00fcr Ilma Rakusa ist Europa Vielfalt, Komplexit\u00e4t, Widerspr\u00fcchlichkeit. Es gibt viele Europas, die gleichzeitig existieren; denn sie sind nicht nur von der Wirklichkeit, sondern auch von Vorstellungen, Tr\u00e4umen und Erinnerungen gepr\u00e4gt. Sie selbst f\u00fchlt sich als deutschsprachige Schriftstellerin mit ostmitteleurop\u00e4ischen Wurzeln und meint, hier in Europa bewegten wir uns auf vielen \u00fcbereinander gelagerten Schichten, einem Palimpsest, wir bewegten uns auf Erinnerungspfaden. Ohne Herkunft keine Zukunft \u2013 Kultur muss gepflegt werden. Europa ist ein alter Kontinent, der hoffentlich aus seiner Geschichte etwas gelernt hat. \u201eDas vielf\u00e4ltige Europa muss in seinen Teilen beweglich bleiben, freilich ohne in Kleinstaaterei und Separatismus abzugleiten. \u2026&#8220;<br \/>\nL\u00e1szl\u00f3 V\u00e9gel, der ungarische Schriftsteller aus der Vojvodina macht sich stark f\u00fcr ein Europa der Regionen: Der Regionalismus k\u00f6nne zum \u00f6konomischen Aufschwung beitragen \u2013 und gleichzeitig m\u00e4\u00dfigend auf den Nationalismus einwirken. \u201eDie V\u00e4ter des ostmitteleurop\u00e4ischen  Systemwechsels haben nicht das in die Tat umgesetzt, wovon sie getr\u00e4umt haben, sie sind von ihrer eigenen Utopie im Stich gelassen worden, und sie formulieren keine neue.\u201c  Ostmitteleuropa sei ein kleines Mosaik der Nationen, die Regionen eigentlich die historische Besonderheit Europas. Und: Die Osteurop\u00e4er st\u00fcnden vor der T\u00fcr Europas und warten, dass man sie hereinbittet. Doch keiner spricht das erl\u00f6sende Wort. Der Osteurop\u00e4er ist aber historisch darauf \u201edressiert\u201c auf eine Anweisung zu warten und erst dann zu reagieren.<br \/>\nAuch Robert Menasse geht eindringlich auf das Europa der Regionen ein: \u201e Im Grunde ist die L\u00f6sung schon im Europ\u00e4ischen Verfassungsvertrag festgeschrieben: in der Formulierung \u201eEuropa der Regionen\u201c. Die Regionen sind der Reichtum dieses Kontinents, die Nationen aber sind historisch ersch\u00f6pfte Identit\u00e4tsphantasien und die notwendig zu \u00fcberwindende Bedrohung.&#8220;<br \/>\nUnd P\u00e9ter Esterh\u00e1zy erkl\u00e4rt, was es mit den K\u00f6nig-M\u00e1tyas-Legenden auf sich hat: \u201eK\u00f6nig M\u00e1tyas ist das \u201eDamals\u201c. Damals, als Ungarn noch gro\u00df war. Damals, als die Ungarn noch Ungarn waren (????). Damals, als wir noch kein Minderwertigkeitsgef\u00fchl gehabt haben. Damals, als die Weiber noch Weiber waren und die M\u00e4nner noch M\u00e4nner. Er ist unser siegreicher Stellvertreter in der Welt.\u201c<br \/>\nDie \u00dcbersetzerin \u00c1gnes Relle, Ungarin und Deutsche, wirft noch den Begriff der Heimat in die Diskussion: \u201eWas auf dem Podium passiert, ist genau das, was Europa dringend braucht: ein echter Dialog. Autoren aus verschiedenen Heimaten Europas tauschen sich aus \u00fcber die Sprache der Macht und die Macht der Sprache. \u00dcber Europa und seine Regionen.\u201c Relle zeigt auf, was Ungarn heute auf der einen Seite ist: \u201eViele Entwicklungen in Ungarn sind besorgniserregend. Arbeitslosigkeit und extreme  Armut greifen bedrohlich um sich, rassistisch motivierte \u00dcbergriffe, rechtsnationale Aufm\u00e4rsche, Hetzkampagnen und dumpfe Polemik beherrschen zunehmend das Klima. Die Grundfesten der demokratischen Verfassung werden schrittweise unterwandert. Politikverdrossenheit und bleierne Resignation machen sich breit, ein massenhafter Exodus hat eingesetzt. Doch sie zeigt auch ein anderes, hoffnungsvolles Ungarn: \u201e auch das ist Ungarn heute: engagiert, mutig, voller Kreativit\u00e4t und positiver Energie. Das kulturelle und soziale Leben ist vielf\u00e4ltig und reich an originellen Ans\u00e4tzen. Historiker, Autoren, K\u00fcnstler, Journalisten  &#8211; viele arbeiten daran, sich mit den eigenen Verstrickungen auseinanderzusetzen und die Vergangenheit kritisch aufzuarbeiten. Sie gehen Themen an, die in den Jahrzehnten der Diktaturen tabuisiert waren.<br \/>\nFazit: Kunst, Kultur, Musik, Literatur, das ist es, was uns das \u00f6stliche Europa in F\u00fclle zu bieten hat. Nutzen wir die Regionalit\u00e4t, streifen wir den \u00fcberkommenen Nationalismus und die wieder neu beschworenen Mythen der Vergangenheit ab, welche Gleichheit  und Selbstbewusstsein der V\u00f6lker in Frage stellen. Dazu rufen die Schriftsteller in ihren Essays und Statements auf. Und, da es sich hier haupts\u00e4chlich um Ungarn dreht: Ungarn mit seiner reichen Kultur \u2013 und, was hier nicht zur Sprache kam, seinen vielen Erfindern &#8211; hat es gar nicht n\u00f6tig, st\u00e4ndig eine glorifizierende Vergangenheit heraufzubeschw\u00f6ren. Das Land k\u00f6nnte aus seinem gro\u00dfen Schatz auch an zeitgen\u00f6ssischer Kunst und Kultur sch\u00f6pfen. Daran, wie das Land schlie\u00dflich seine Vergangenheit aufarbeitet und wie es mit K\u00fcnstlern, Andersdenkenden und Minderheiten umgeht, welche Freiheit und Meinungsvielfalt es zul\u00e4sst, allein daran wird es gemessen werden.<br \/>\nEs ist gut, solche eindringlichen Diskussionen zu f\u00fchren. Sie sollten weitergef\u00fchrt werden, auch in anderen osteurop\u00e4ischen St\u00e4dten.  Wenn man den Nachbarn kennenlernt, seine Vorstellungen und Tr\u00e4ume, seine Vergangenheit und auch sein Versagen \u2013 damit w\u00e4re schon viel geholfen in Europa; der gegenseitige Wunsch sich zu achten und aufeinander zuzugehen. &#8211; Und auch dem Westen w\u00fcrde es \u00fcberhaupt nicht schaden, wenn er \u00fcber seine Wertvorstellungen, seine F\u00e4higkeiten, Ziele und Ideale nachd\u00e4chte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anthologie Verlag: Wallstein (Reihe: Valerio. 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