{"id":3546,"date":"2013-01-29T20:15:02","date_gmt":"2013-01-29T20:15:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=3546"},"modified":"2014-02-03T19:55:08","modified_gmt":"2014-02-03T19:55:08","slug":"feory-ana","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=3546","title":{"rendered":"Feory, Ana"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_3547\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/feory_ana.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3547\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3547\" title=\"feory_ana\" src=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/feory_ana.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"89\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3547\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Feory privat<\/p><\/div>\n<p><strong>\u00dcber die Autorin<\/strong><\/p>\n<p>Ana Feory ist 1940 in Ungarn geboren. Ihre Mutter war Halbj\u00fcdin, weshalb die Familie sich ab 1943 in den Bergen verstecken musste. Der Vater hatte eine kleine Chemiefabrik, die Familie geh\u00f6rte zur b\u00fcrgerlichen Schicht und legte viel Wert auf eine standesgem\u00e4\u00dfe Erziehung ihrer beiden T\u00f6chter. Alle k\u00f6nnen den Krieg und die Verfolgungen \u00fcberleben. 1946 wird Ana eingeschult, 1949 wird ihr Vater enteignet, 1952 von der AVO t\u00f6dlich \u00fcberfahren.<br \/>\nVon nun an muss allein die 40j\u00e4hrige Mutter f\u00fcr ihre inzwischen drei Kinder sorgen. Bereits 1954 hat sie alles Wertvolle zu Geld gemacht; denn die Kinder hungern und frieren.<br \/>\nAna darf zwar das Gymnasium besuchen, doch wegen ihrer Klassenzugeh\u00f6rigkeit nicht die Schule ihrer Wahl.<br \/>\nNach dem niedergeschlagenen Volksaufstand 1956 schmiedet sie mit ihrer Freundin Eva Fluchtpl\u00e4ne, die sich aber in Nichts aufl\u00f6sen, als diese in letzter Minute der Mut zur Flucht verl\u00e4sst. Bald ist Ana klar, dass sie eine besondere Leistung erbringen muss, wenn sie nicht in die Jugendorganisation der Partei eintreten will. Sie entscheidet sich f\u00fcr den Sport, wird Kanutin und bringt es dort zu gro\u00dfen Erfolgen.<br \/>\nNach dem Abitur 1958 darf sie wieder ihrer Herkunft wegen nicht studieren, sondern beginnt eine Buchh\u00e4ndlerlehre. Immerhin gelingt es ihr, 1960 zur Aufnahmepr\u00fcfung zugelassen zu werden und 1962 die Zulassung f\u00fcr ein Jura-Studium an der ELTE.<br \/>\nAllerdings ertr\u00e4gt sie die Repressalien des K\u00e1d\u00e1r-Regimes nicht l\u00e4nger. 1963 kann sie mithilfe ihres Kanus unbemerkt auf ein westliches Frachtschiff gelangen und als Blinder Passagier bis Duisburg mitfahren.<br \/>\nIhr weiteres Leben ist ein st\u00e4ndiges Auf und Ab: Sie heiratet, lebt mit ihrem Mann, einem anerkannten Wissenschaftler und ihrem Sohn auch einige Jahre in Mexiko. Nach 18j\u00e4hriger Ehe l\u00e4sst sie sich scheiden, lernt einen Mann kennen, mit dem sie 13 Jahre sehr gut lebt, bis dieser 1996 pl\u00f6tzlich stirbt. Sein Testament macht sie zur reichen Frau \u2013 bis sie wieder einen Mann kennen lernt, der sie um alles bringt: Um ihre Liebe und ihr ganzes Geld. Ana Feory hat fast 40 Jahre lang nach Erwerb ihres deutschen Diploms, als Sozialp\u00e4dagogin im \u00f6ffentlichen Dienst als Beraterin gearbeitet \u2013 und als sie 2005 in Rente gehen muss, hat sie einen solchen Berg an Schulden, dass sie gezwungen ist, mehrere Jahre als Zimmerm\u00e4dchen in gro\u00dfen Hotels ausgebeutet zu werden.<br \/>\nIhr Schicksal und ihre Erlebnisse beschreibt sie in 3 B\u00fcchern: \u201eAdieu \u2026.Nicht nochmal! Der Absturz vom der Erfolgsfrau zum Zimmerm\u00e4dchen\u201c (2011); \u201eDeutschland, mein Herz schl\u00e4gt nicht f\u00fcr dich \u2013 Chronologie eines Existenzkampfes\u201c (2012) und \u201eUngarn \u2026 eine Kindheit und Jugend in der Diktatur\u201c (2013).<\/p>\n<p><strong>In der Ehinger Bibliothek befindliche Publikationen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a title=\"Rezension: Feory, Ana \u2013 \u201cUngarn \u2026 eine Kindheit und Jugend in der Diktatur\u201d\" href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=3549\" target=\"_blank\">Ungarn \u2026 eine Kindheit und Jugend in der Diktatur. Autobiografie. Frankfurter Taschenbuchverlag (public book media Verlag), 2013. ISBN 978-3-86369-189-9<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber die Autorin Ana Feory ist 1940 in Ungarn geboren. Ihre Mutter war Halbj\u00fcdin, weshalb die Familie sich ab 1943 in den Bergen verstecken musste. 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