{"id":3536,"date":"2014-01-15T20:46:33","date_gmt":"2014-01-15T20:46:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=3536"},"modified":"2014-01-15T20:46:33","modified_gmt":"2014-01-15T20:46:33","slug":"rezension-mora-terezia-das-ungeheuer","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=3536","title":{"rendered":"Rezension: Mora, Ter\u00e9zia &#8211; &#8222;Das Ungeheuer&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/das_ungeheuer.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-full wp-image-3537\" title=\"das_ungeheuer\" src=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/das_ungeheuer.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"240\" \/><\/a><em>Roman<br \/>\nVerlag: Luchterhand Literaturverlag M\u00fcnchen, 2013<br \/>\nISBN: 978-3-630-87365-7<br \/>\nBezug: Buchhandel, Preis: 22,99 Euro <\/em><\/p>\n<p>Mit diesem Roman hat Ter\u00e9zia Mora 2013 die Jury \u00fcberzeugt und erhielt daf\u00fcr den Deutschen Buchpreis. \u201eDas Ungeheuer ist ein tief bewegender und zeitdiagnostischer Roman&#8220;, so die Kritiker- sie habe damit ein stilistisch virtuoses Werk und eine lebendige Road Novel aus dem heutigen Osteuropa geschaffen.<br \/>\nWir begegnen hier dem Antihelden Darius Kopp wieder, den wir aus \u201eDer einzige Mann auf dem Kontinent\u201c, 2010, kennen gelernt haben, gutm\u00fctig, dick und zufrieden, wenn er essen kann. Er ist IT-Spezialist und am Ende des Romans mal wieder arbeitslos. Damals war auch seine Frau Flora, geb\u00fcrtige Ungarn, \u00dcbersetzerin, Serviererin, h\u00e4ufig ohne Job, noch mit im Lebensspiel. Inzwischen ist sie tot; sie hat sich erh\u00e4ngt \u2013 und f\u00fcr Darius Kopp ist damit die Welt zusammengebrochen. Zehn Jahre lang waren sie ein Paar gewesen, neun Jahre verheiratet. Es war doch alles immer gut gewesen zwischen ihnen, eine Weile hatten sie doch im Paradies gelebt? Er kann die Tat nicht verstehen. &#8211; Den Beruf hatte er schon im ersten Buch verloren \u2013 jetzt auch Flora. \u201e\u2026Wohin kannst du gehen, wenn statt eines Ortes eine Person dein Zuhause geworden ist\u201c? Sie hatte sich einmal beil\u00e4ufig gew\u00fcnscht, ihre Asche m\u00f6ge verstreut werden \u2013 und Darius m\u00f6chte diesen letzten Willen erf\u00fcllen. Aber kein Ort scheint ihm passend.<br \/>\nF\u00fcr zehn Monate zieht er sich zur\u00fcck und trauert. Sein Leben besteht aus Fertigpizzen, Alkohol und DVDs; Kopp hat eine Methode entwickelt, die ehemals gemeinsame Wohnung nicht mehr verlassen zu m\u00fcssen. Bis Freund Juri ihn mit Gewalt da herausholt, ihn zu einem Vorstellungsgespr\u00e4ch zwingt. Der Auftritt geht aber schief, nicht nur, weil er \u00fcberqualifiziert, der neue Chef nicht von ihm \u00fcberzeugt ist, sondern weil Kopp selbst nicht will. Schon zu Floras Lebzeiten hatte ihr Mann entdeckt, dass sie eine \u201eGeheimdatei\u201c auf ihrem Laptop f\u00fchrte \u2013 auf Ungarisch. Dabei hatte er immer den Eindruck gehabt, sie wolle mit Ungarisch und Ungarn gar nichts mehr zu tun haben.<br \/>\nBei einer Lesung erz\u00e4hlte Mora, dass sie Floras Geheimdatei auf Ungarisch geschrieben hatte \u2013 und ins Deutsche \u00fcbersetzt (diese Anmerkung sollte in der Neuauflage stehen). Und zwar in ein Deutsch, das nicht geschliffen klingt, sondern ganz w\u00f6rtlich aus dem Ungarischen \u00fcbersetzt ist. Sie wollte damit auch \u00e4u\u00dferlich jedem ihrer Helden eine ganz eigene Stimme geben. Kenntlich macht dieser eigene Text auch eine horizontale Linie, die sich durchs ganze Buch zieht. Sie trennt die \u201eUnterwelt\u201c von der \u201eOberwelt\u201c, die Welt der Toten von der der Lebenden. Zwei Leseb\u00e4ndchen erleichtern dabei den \u00dcberblick. Das Buch ist in fortlaufende Kapitel eingeteilt, was das Lesen ungemein erleichtert, wenn man abwechselnd (und nicht parallel) Darius\u2019 und Floras Texte liest.<\/p>\n<p>Nach Floras Tod hatte er versucht zu arbeiten. 14 Tage Trauer waren ihm zugestanden \u2013 doch eines Tages geht er einfach nicht mehr hin, holt nicht mal seine pers\u00f6nlichen Sachen ab. \u2013 Von einer jungen Frau l\u00e4sst sich Kopp die Eintragungen \u00fcbersetzen \u2013 und f\u00e4hrt dann los, Richtung Osten. Es gelingt ihm sogar, sich die Asche seiner Frau in einem Pappkarton nachschicken zu lassen. Er hat einen Plan, n\u00e4mlich die Asche seiner Frau zu bestatten \u2013 aber kein Ziel. Jetzt ist er unterwegs, mit ihrer Asche im Kofferraum.<br \/>\nDamit sind wir bei einem der gro\u00dfen gesellschaftlichen Themen unserer Gegenwart: Wieviel Trauerzeit wird einem Menschen zugestanden \u2013 bis er sich wieder \u2013 um vergessen zu k\u00f6nnen, um sich abzulenken \u2013 in den Arbeitstrubel st\u00fcrzen muss. Nicht umsonst gab es fr\u00fcher ein Trauerjahr. \u201eDass zu trauern nicht ein sich Gehenlassen, gar ein Nichtstun ist, sondern, im Gegenteil: Ein Akt. Aktiv. Eine Aktivit\u00e4t. Er wird so lange trauern, bis er fertig ist, damit und nicht eher.\u201c<br \/>\nAls Kopp endlich beginnt, in den Aufzeichnungen seiner Frau zu lesen, wird ihm rasch klar, dass er seine Frau \u00fcberhaupt nicht gekannt hat. Voll Trauer, Wut und Selbstbezichtigungen folgt er dem Text einer Unbekannten.<br \/>\nFloras Kindheitserinnerungen sind armselig: Leben in einem feuchten schimmeligen Kabuff bei den rohen verst\u00e4ndnislosen Gro\u00dfeltern, h\u00e4ufiger Hunger, Missbrauch durch einen Lehrer, eine Mutter, die unter Depressionen litt, in die Psychiatrie kam und sich das Leben nahm. \u201eIch bin ein Niemandskind. Mutter tot, der Vater fort, weder Gott noch Heimatort\u201c. Sobald sie kann, verl\u00e4sst sie ihr Dorf, geht ins Internat, sp\u00e4ter als Studentin nach Berlin. Sie gibt sich alle M\u00fche, ihr Leben gelingen zu lassen, nimmt unz\u00e4hlige Jobs an, l\u00e4sst sich ausnutzen, hat Aff\u00e4ren, die alle schief gehen, sucht Liebe und Geborgenheit, l\u00e4sst aber doch niemanden an sich heran. Sie ist 20 Jahre alt und f\u00fcrchtet sich nicht \u2013 nichts macht ihr etwas aus! In Wirklichkeit hat sie Angst als Ausl\u00e4nderin, und wenig Selbstbewusstsein. Trotzig schreibt sie in ihre Geheimdatei: \u201eIch werde euch \u00fcberleben!\u201c Sie arbeitet als \u00dcbersetzerin und \u201espendiert\u201c dem Leser dabei eine hinrei\u00dfende Kostprobe von Kass\u00e1k-Gedichten aus dem Buch der Reinheit.<br \/>\nFlora k\u00e4mpft mit ihrer Depression, die erst richtig zum Ausbruch kommen, als sie Job um Job verliert, von einem Betrunkenen an einer Haltestelle geschlagen wird, von ihren Chefs und Kollegen missachtet. Schon als Kind hat sie mit dem Gedanken gespielt, sich auf die Gleise zu legen. &#8211; Im Anfang gelingt es ihr noch, die st\u00e4ndige Traurigkeit zu besiegen, doch immer mehr ger\u00e4t sie in den Strudel der Krankheit. Sie beschreibt ihren hilflosen Kampf gegen dieses Ungeheuer, gegen ihre Albtr\u00e4ume; sie liest Analysen, studiert die Krankheitssymptome, schreibt Beipackzettel ab, Geschichten anderer Leidensgenossen, st\u00fcrzt sich in rastlose Arbeit um sich abzulenken, was ihr immer weniger gelingt. Schlie\u00dflich kreist ihr Denken nur noch um sie selbst, darum und wie sie mit ihrer Angst fertig werden soll. Eineinhalb Jahre vor ihrem Suizid h\u00f6rt sie ganz auf mit Schreiben. \u201eDas Leiden hat nur mit mir ein Ende\u201c. \u2013 \u201eDa ist niemand. Die Krankheit und du. Du und du.\u201c \u2013 \u00dcber Darius, \u00fcber ihre Liebe, l\u00e4sst sie sich wenig aus. Nur einmal, als eine Freundin glaubt, ihr Mann k\u00f6nne sie gar nicht richtig sehen, verteidigt sie ihn: \u201eDas ist ein Missverst\u00e4ndnis. Dass der Partner oder \u00fcberhaupt einer einen sehen sollte. Es ist vielmehr so, dass seine Immunit\u00e4t es ist, die mich tr\u00f6stet. dass er mit jemandem wie mir zusammenleben kann, ohne dass er davon angegriffen wird. Er bleibt stets, was er von Anfang an war. \u2013 Zu wissen, dass er versteht, also mitleidet, w\u00fcrde mein Leiden nur noch erh\u00f6hen\u201c. &#8211; Und im Tagebuch: \u201eGegen den psychopathischen Einzelt\u00e4ter kann sich eine Gesellschaft nicht sch\u00fctzen. Aber f\u00fcr dich selbst kannst du etwas tun: Wenn du dich schon zerst\u00f6ren musst, dann tue es so diskret oder so schnell, dass andere keinen Schaden daran nehmen. Den Schmerz, der dir nachfolgt, kannst du aber auch dann keinem nehmen. Verzeih, dass ich dich da hineingezogen habe. Guter Gott, was mach ich nur?\u201c<\/p>\n<p>Darius liest nicht nur ihre Dateien, er \u201eunterh\u00e4lt sich\u201c auch mit Flora: \u201eSchau Flora\u2026\u201c Vieles hat er nicht geahnt \u2013 oder auch nicht wissen wollen. Der dicke Mann mag es lieber gem\u00fctlich, ohne Stress. Meistens hat er seine Frau so genommen wie sie war, obwohl das f\u00fcr ihn hie\u00df, auf seine Freunde zu verzichten, auf laute und anspruchslose Treffen. Flora wagte sich immer seltener hinaus in eine Welt, die ihr oft genug auch \u201efeindlich gesinnt\u201c war. Nur in ihrer Wohnung f\u00fchlte sie sich sicher. Und Darius akzeptierte das. Bis sie es eines Tages, nach einem Zusammenbruch, nicht mehr aushielt, ins Wochenendhaus einer Freundin zog \u2013 zuerst nur vor\u00fcbergehend \u2013 sp\u00e4ter ganz. Sie arbeitete schwer in einem Bauernhof, was ihr Mann gar nicht verstehen konnte \u2013 er war immer ein St\u00e4dter gewesen. Ihr zuliebe kam er sie so oft besuchen, wie es ihm m\u00f6glich war, half auch bei der Arbeit, ungern, aber er wollte ihr nahe sein. Vor allem aber war er eifers\u00fcchtig. Eifers\u00fcchtig auf dieses Leben ohne ihn, in dem sie zufrieden zu sein schien, eifers\u00fcchtig auf die Menschen um sie herum \u2013 und vor allem auf Freundin Gaby, eine Lesbe, wie mutma\u00dfte.<br \/>\nW\u00e4hrend seiner Reise in den Osten bewegt er sich in seinem vertrauten Kulturkreis, findet sich \u00fcberall irgendwie zurecht. Wichtig ist nach wie vor das Essen. Dabei vertr\u00e4gt er alles, was er bekommt. Neben ihm \u201esitzt\u201c manchmal Flora. Er spricht mit ihr \u2013 sie antwortet oder lacht leise \u2013 und l\u00f6st sich pl\u00f6tzlich wieder auf. Mit ihm spricht, ja diskutiert auch der Erz\u00e4hler, die Autorin \u2013 manchmal ist es wohl auch die innere sp\u00f6ttische Stimme, die ihn auf den Boden der Tatsachen zur\u00fcckholt, wenn er sich mal wieder eine Sache &#8211; und vor allem das Leben mit Flora sch\u00f6nreden will. Zunehmend nimmt dieser Wechsel von Personen, oft in ein und demselben Satz, den Leser gefangen. Es kann gar nicht anders sein, um Tempo und Spannung zu halten.<\/p>\n<p>Das andere gro\u00dfe Thema des Romans ist nicht nur die fortschreitende Depression Floras, sondern auch, dass man vieles nicht verstehen kann, auch nicht beim geliebten Menschen. Weder, was solch eine Krankheit mit dem Betroffenen macht, noch, warum er seinem Leben ein Ende setzt. Darius sah zwar die Zusammenbr\u00fcche seiner Frau, war aber hilflos, wagte es auch gar nicht, sie aus ihrem selbstgew\u00e4hlten Exil herauszuholen. \u201eIch habe wirklich alles versucht, ich habe sie umworben, angefleht und angeschrieen, sie blieb, was sie war: ein Nein\u201c &#8211; versucht er sich vor sich selbst zu verteidigen. Einmal fragte sich Flora: \u201eWarum hat er mich nicht einfach mitgenommen?\u201c Die Sache war ihm zu schwierig. So schloss er die Augen und lebte neben Flora her. Gut war es, wenn sie kochte, wenn sie f\u00fcr ihn da war.<br \/>\nUnd Flora? Sie wollte allein mit ihrer Krankheit fertig werden, suchte nur in Extremf\u00e4llen einen Arzt auf, doch auch die Psychiater konnten ihr nicht helfen, das sah sie ganz klar. Auch sie lebte neben ihrem Mann her, konnte und wollte sich nicht \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Die dritte Seite des Romans ist die Entwicklung Kopps auf seiner Reise in den Osten Europas. Eine Reise, die Ter\u00e9zia Mora selbst gemacht hat, wie sie sagt., sonst h\u00e4tte sie das Buch nicht so schreiben k\u00f6nnen. Es stimmt nicht, dass Kopp sich nicht ver\u00e4ndert h\u00e4tte. Ja, er hat seine Frau am Ende des Romans immer noch nicht beerdigt, hat die Urne mit ihrer Asche immer noch bei sich, doch Darius Kopp lernt allm\u00e4hlich, sich selbst zu vertrauen, selbst Entscheidungen zu treffen. Unterwegs trifft er immer wieder auf \u201eHelfer\u201c, die ihn ein St\u00fcck weit begleiten, ihm, der ganz und gar ziellos unterwegs ist, eine Richtung geben. Gutm\u00fctig und offen, wie er ist, setzt er sich dann auf den gewiesenen Weg. Seine \u201eEmanzipation\u201c beginnt damit, dass er sich gegen einen Helfer auflehnt, seinen eigenen Willen durchsetzt.<\/p>\n<p>\u00dcber Floras Heimatdorf in Ungarn l\u00e4sst er sich nach Albanien treiben, in den Kosovo, nach Bulgarien, immer tiefer nach Osteuropa, bis Istanbul, dann wieder nach Georgien, nach Armenien, wo er die letzte Orientierung verliert, da er vergessen hatte sein Handy aufzuladen. Solange dieses funktionierte, konnte er Nachrichten versenden \u2013 oder h\u00e4tte es k\u00f6nnen; war er verbunden mit der \u00fcbrigen Welt. Nun ist er ganz auf sich gestellt, muss auf eigene Faust weiter, muss auf eigene Verantwortung entscheiden. Immer ist er auf der Flucht vor seinen Erinnerungen, vor dem Leben mit Flora, das er doch so gerne wieder und wieder heraufbeschw\u00f6rt, das er so gerne wieder mit ihr fortsetzen w\u00fcrde. Schlie\u00dflich angekommen in Griechenland, lernt er eine Witwe kennen, Christina, deren Mann sich auch das Leben wegen seiner Depressionen genommen hatte. Kurz vor seiner Abreise wird sein Auto, seine einzige Habe, w\u00e4hrend einer Demonstration gegen die Sparzw\u00e4nge so demoliert, dass nur noch Schrott \u00fcbrig bleibt. Die Wut der Masse hatte sich gegen ihn gerichtet, weil er beim \u00d6ffnen der Autot\u00fcr ein Kind zu Boden stie\u00df. Nun haben die frustrierten Menschen ein Ventil gefunden und gehen auf ihn los. Darius bekommt davon zun\u00e4chst gar nicht viel mit; denn vor ihm entfaltet sich seine eigene Erinnerung: Da hatte er sich schuldig gemacht an Flora \u2013 und seine Frau danach nie mehr gesehen. Es war also doch nicht alles Friede und Paradies und Ehegl\u00fcck!<br \/>\nDen Pappkarton aus dem Auto kann er retten und Darius beschlie\u00dft, Floras Asche in den \u00c4tna zu werfen, damit ihr nie mehr jemand zu nahe treten k\u00f6nne. Und damit scheint auch Flora einverstanden zu sein: \u201eWei\u00dft du, sagt sie zu ihm, ich hatte es immer schaffen wollen\u201c.<br \/>\nOb Darius Kopp es schafft, allein auf sich gestellt, ohne Handy, ohne Auto, die Asche seiner Frau w\u00fcrdig im \u00c4tna zu beerdigen \u2013 und ob es ihm gelingen wird, ein Mensch mit Empathie zu werden, dessen Sinnen und Trachten sich nicht nur ausschlie\u00dflich um sich selbst dreht, das k\u00f6nnen wir \u2013 hoffentlich &#8211; in einem weiteren Roman um unseren Helden lesen.<br \/>\nEr ist auch ein Held, wie im M\u00e4rchen: Einer, der naiv auszieht, reingelegt wird \u2013 und weil er ein gutes Herz hat, zum Schluss doch den Schatz erringt, der auch darin bestehen kann, dass er sich nun etwas zutraut und deshalb Leistungen erringt..<\/p>\n<p>Dem Roman und dem Leseverst\u00e4ndnis h\u00e4tte es gut getan, Floras seitenlange Abschriebe von Beipackzetteln, Krankheitssymptomen, Krankheitsgeschichten anderer, Rezepten \u2013 rigoros zu k\u00fcrzen. Diese Seiten bl\u00e4hen Floras Erz\u00e4hlung unn\u00f6tig auf und strapazieren den Leser. Trotzdem: Ein sehr lesenswertes Buch, das zu Recht mit dem Deutschen Buchpreis bedacht wurde. (Man muss ja nicht jeden Beipackzettel lesen.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Roman Verlag: Luchterhand Literaturverlag M\u00fcnchen, 2013 ISBN: 978-3-630-87365-7 Bezug: Buchhandel, Preis: 22,99 Euro Mit diesem Roman hat Ter\u00e9zia Mora 2013 die Jury \u00fcberzeugt und erhielt daf\u00fcr den Deutschen Buchpreis. \u201eDas Ungeheuer ist ein tief bewegender und zeitdiagnostischer Roman&#8220;, so die &hellip; <a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=3536\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[294],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3536"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3536"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3536\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3538,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3536\/revisions\/3538"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3536"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3536"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3536"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}