{"id":3481,"date":"2012-12-13T12:16:03","date_gmt":"2012-12-13T12:16:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=3481"},"modified":"2013-12-13T12:20:23","modified_gmt":"2013-12-13T12:20:23","slug":"brody-sandor","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=3481","title":{"rendered":"Br\u00f3dy, S\u00e1ndor"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/bro\u0301dy_sa\u0301ndor.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-3482\" title=\"bro\u0301dy_sa\u0301ndor\" src=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/bro\u0301dy_sa\u0301ndor.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"236\" \/><\/a><strong>\u00dcber den Autor<\/strong><\/p>\n<p>Br\u00f3dy wird 1863 in Eger geboren. Seine j\u00fcdischen Eltern sind kleinst\u00e4dtische Kaufleute. Mit 21 Jahren gibt er einen naturalistischen Novellenband heraus \u201eElend\u201c (Nyomor), welcher ganz unterschiedliche Reaktionen nach sich zieht: Von gro\u00dfer Begeisterung zu totaler Ablehnung. Br\u00f3dy wird ber\u00fchmt und \u00fcbersiedelt nach Budapest, wird Journalist und beginnt eine der gr\u00f6\u00dften Schriftstellerkarrieren seiner Zeit. Dabei hatte er, wie bei den Frauen neben den Erfolgen auch gro\u00dfe Niederlagen zu verkraften. Nach einer gescheiterten Beziehung versuchte er sogar, sich das Leben zu nehmen. Br\u00f3dy wird als sch\u00f6n, launenhaft, leidenschaftlich, als unerm\u00fcdlicher Schreiber, als eleganter \u2013 und trotzdem h\u00e4ufig in Geldn\u00f6ten befindlicher Dandy beschrieben.<br \/>\nGro\u00dfe Bedeutung kommt ihm als Inspirator zu, der das Leben der Gro\u00dfstadt mit den sozialen Bedingungen des Dorfes verkn\u00fcpft. Seine besten Leistungen seien seine Novellen, die Sprache seine Hauptst\u00e4rke. Er versteht es, hauptst\u00e4dtischen Jargon mit l\u00e4ndlichem Dialekt in gehobener Literatursprache zu verschmelzen.<br \/>\nAntal Szerb schreibt \u00fcber ihn. \u201eEr m\u00f6chte sachlich sein, aber unentwegt rei\u00dft ihn sein launisches, reiches Temperament fort.\u201c<br \/>\n1919 geht er der kommunistischen Diktatur aus dem Weg, sieht sich dann aber antisemitischen Ausschreitungen ausgesetzt. Auch sind seine M\u00f6glichkeiten nach den Vertr\u00e4gen von Trianon nun sehr eingeschr\u00e4nkt. Er reist nach Paris, Berlin, Padua, Baden bei Wien. In Holland studiert er die Kunst Rembrandts, dem er in seinem letzten Werk, dem Novellenzyklus Rembrandt ein Andenken setzt. Allerdings kann dieses erst sein Sohn, Andr\u00e1s Br\u00f3dy, nach seinem Tod, 1924, publizieren.<br \/>\n\u201eDas \u0152uvre S\u00e1ndor Br\u00f3dys geh\u00f6rt haupts\u00e4chlich durch seine Novellen in den literarischen Kanon der ungarischen Moderne. [\u2026] Diese Novellen machen von den modernen M\u00f6glichkeiten der Gattung Gebrauch: von der Groteske bis zur Darstellung dramatischer Konflikte, vom stark metaphorischen lyrischen Ton bis hin zu einer balladenhaft gestalteten Atmosph\u00e4re\u201c, so Gy\u00f6rgy Eisenmann in seinem lesenswerten Nachwort.<\/p>\n<p><strong>In der Ehinger Bibliothek befindliche Publikationen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a title=\"Rezension: Br\u00f3dy, S\u00e1ndor \u2013 \u201cSchneewittchen\u201d\" href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=3478\">Schneewittchen. Kurzroman. Originaltitel: H\u00f3feh\u00e9rke, 1894. Aus dem Ungarischen von Max Rothauser. Verlag Edition Alea, 2013. ISBN: 978-3-944524-01-6<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber den Autor Br\u00f3dy wird 1863 in Eger geboren. Seine j\u00fcdischen Eltern sind kleinst\u00e4dtische Kaufleute. 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