{"id":3005,"date":"2012-02-04T09:47:47","date_gmt":"2012-02-04T09:47:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=3005"},"modified":"2013-02-04T10:03:32","modified_gmt":"2013-02-04T10:03:32","slug":"polcz-alaine","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=3005","title":{"rendered":"Polcz, Alaine"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_3006\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/polcz_alaine.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3006\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3006\" title=\"polcz_alaine\" src=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/polcz_alaine.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"100\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3006\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Kovalovszky D\u00e1niel<\/p><\/div>\n<p><strong>\u00dcber die Autorin<\/strong><\/p>\n<p>Sie wird 1925 in Kolozsv\u00e1r (heute Cluj, Rum\u00e4nien, dt. Klausenburg) geboren. 1944, mit 19 Jahren, heiratet die ausgebildete Krankenschwester den Schriftsteller J\u00e1nos Vit\u00e1nyi. Sie h\u00e4tte vorher gern Medizin studiert, ist aber zu verliebt um sich durchzusetzen. Die Ehe l\u00e4sst sich schlecht an, J\u00e1nos ist nach dreieinhalb Jahren Fronteinsatz gef\u00fchlskalt und ein Sch\u00fcrzenj\u00e4ger.<br \/>\nAls der Bahnhof von Kolozsv\u00e1r bombardiert wird, flieht die ganze Familie Richtung Budapest. Ger\u00fcchte waren ausgestreut worden, ein Gro\u00dfangriff auf Kolozsv\u00e1r st\u00fcnde bevor. Die Familie wird getrennt. J\u00e1nos und Alaine fliehen auf ein Schloss der Esterh\u00e1zys, wo J\u00e1nos\u2019 Mutter Haush\u00e4lterin ist. Dort scheinen sie sicher. Doch bald schon m\u00fcssen sie weiterziehen und geraten mitten zwischen die Frontlinien. J\u00e1nos wird von russischen Partisanen mitgenommen und ger\u00e4t in Gefangenschaft. Alaine wird, wie alle Frauen dort, schwer missbraucht und vergewaltigt. Schn\u00f6rkellos, doch \u201eohne von den schlimmsten Dinge zu sprechen\u201c berichtet die Autorin von dieser Zeit. Nach dem Krieg leidet sie noch jahrelang schwerkrank an den Infektionen, die sie sich dabei zugezogen hatte. Sie kann nicht Medizin studieren, aber Psychologie &#8211; und wird eine von Ungarns bekanntesten Psychologinnen und Thanatologinnen. Sie gr\u00fcndet 1991 die erste ungarische Hospizbewegung, und schreibt B\u00fccher \u00fcber den Umgang mit Kindern zum Thema Tod.<br \/>\nVon J\u00e1nos trennt sie sich 1947 und heiratet 1949 den Schriftsteller Mikl\u00f3s M\u00e9sz\u00f6ly.<br \/>\nAlaine Polcz stirbt 2007 in Budapest.<\/p>\n<p><strong>In der Ehinger Bibliothek befindliche Publikationen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a title=\"Rezension: Polcz, Alaine \u2013 \u201cFrau an der Front\u201d\" href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=3008\" target=\"_blank\">Frau an der Front. Ein Bericht. Originaltitel: Asszony a fronton. Egy fejezet \u00e9lemb\u0151l, 1991 &amp; 2005. \u00dcbersetzung von Lacy Kornitzer. Verlag Suhrkamp, 2012. ISBN 978-3-518-42306-6<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber die Autorin Sie wird 1925 in Kolozsv\u00e1r (heute Cluj, Rum\u00e4nien, dt. Klausenburg) geboren. 1944, mit 19 Jahren, heiratet die ausgebildete Krankenschwester den Schriftsteller J\u00e1nos Vit\u00e1nyi. Sie h\u00e4tte vorher gern Medizin studiert, ist aber zu verliebt um sich durchzusetzen. 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