{"id":2914,"date":"2011-12-07T14:06:27","date_gmt":"2011-12-07T14:06:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=2914"},"modified":"2012-12-07T14:07:28","modified_gmt":"2012-12-07T14:07:28","slug":"fejto-francois-ferenc","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=2914","title":{"rendered":"Fejt\u0151, Fran\u00e7ois (Ferenc)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/fejto\u0308_franc\u0327ois_ferenc.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-2915\" title=\"fejto\u0308_franc\u0327ois_ferenc\" src=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/fejto\u0308_franc\u0327ois_ferenc.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"140\" \/><\/a><strong>\u00dcber den Autor<\/strong><\/p>\n<p>Fran\u00e7ois Fejt\u0151 wird 1909 als Ferenc Fischl in Nagykanizsa (heute unweit der serbischen Grenze) geboren. Er kommt aus einer ungarisch-j\u00fcdischen Familie, die sich nach dem 1. Weltkrieg und dem Zerfall der habsburgisch-ungarischen Monarchie in verschiedene Nationalit\u00e4ten aufspaltet. &#8211; 1927 besteht er sein Abitur mit Auszeichnung. Doch die Rassengesetze greifen bereits. Ferenc darf nicht in Budapest studieren. Daher immatrikuliert er sich in P\u00e9cs f\u00fcr Franz\u00f6sisch, Deutsch und Ungarisch. Als Student schlie\u00dft er sich der kommunistischen Arbeiterbewegung an, wird 1932 inhaftiert und zu einem Jahr Freiheitsentzug verurteilt. Als er im Gef\u00e4ngnis tats\u00e4chlich die Schriften von Marx, Engels und Rosa Luxemburg u.a. liest, entfernt er sich ganz von der kommunistischen Ideologie, unterst\u00fctzt durch seinen Freund Attila J\u00f3zsef. Fischl tritt in die sozialdemokratische Partei ein und magyarisiert 1932 seinen Namen in Fejt\u0151. 1934 wird er Mitarbeiter der Tageszeitung \u201eN\u00e9pszava\u201c. Mit seinem Freund Attila J\u00f3zsef gr\u00fcndet er die legend\u00e4re Zeitschrift \u201eSz\u00e9p Sz\u00f3\u201c (Sch\u00f6nes Wort).<br \/>\nAls er die Politik Horthys als profaschistisch angreift, wird er erneut zu einer Gef\u00e4ngnisstrafe verurteilt. Er entzieht sich 1938 der Haft und emigriert mit seiner Frau nach Frankreich.<br \/>\nDort wird er bald als Journalist und Historiker anerkannt. Bereits 1938 \u2013 viele Franzosen waren noch \u00fcberzeugte Kommunisten &#8211; warnt er vor der Ideologie des Kommunismus.<br \/>\nDie Kriegsjahre verbringt er im Untergrund und k\u00e4mpft mit der R\u00e9sistance gegen Nazi-Deutschland.<br \/>\nFast seine gesamte Familie wird in Auschwitz ermordet. &#8211; 1944 wird Fejt\u0151 politischer Berichterstatter und Kommentator, dann Presseattach\u00e9 der Ungarischen Republik. Als 1949 L\u00e1szl\u00f3 Rajk in einem Schauprozess verurteilt wird, betritt er das Land erst wieder 1989 beim Begr\u00e4bnis von Imre Nagy.<br \/>\nSeine historischen Werke \u2013 auch \u00fcber die Habsburger Monarchie &#8211; werden nicht nur in Frankreich zu Standardwerken. \u2013 Vor allem nach 1989 beh\u00e4lt st\u00e4ndig er die Entwicklung der osteurop\u00e4ischen Staaten im Blick und berichtet kritisch dar\u00fcber.<br \/>\nFran\u00e7ois Fejt\u0151 stirbt kurz vor seinem 99. Geburtstag, 2008 in Paris. Er wird in Budapest feierlich beigesetzt. \u2013 Er verk\u00f6rperte das Bild des Europ\u00e4ers schlechthin.<\/p>\n<p>In der Ehinger Bibliothek befindliche Publikationen:<\/p>\n<ul>\n<li><a title=\"Fejt\u0151, Fran\u00e7ois (Ferenc) \u2013 \u201cReise nach Gestern\u201d\" href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=2918\">Reise nach Gestern. Reisetagebuch. Originaltitel: \u00c9rzelmes utaz\u00e1s, 1936. Aus dem Ungarischen \u00fcbersetzt und herausgegeben von Agnes Relle. Verlag Matthes &amp; Seitz, 2012. ISBN 978-3-88221-552-6<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber den Autor Fran\u00e7ois Fejt\u0151 wird 1909 als Ferenc Fischl in Nagykanizsa (heute unweit der serbischen Grenze) geboren. Er kommt aus einer ungarisch-j\u00fcdischen Familie, die sich nach dem 1. 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