{"id":2796,"date":"2011-11-03T20:59:58","date_gmt":"2011-11-03T20:59:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=2796"},"modified":"2015-11-03T21:34:21","modified_gmt":"2015-11-03T21:34:21","slug":"banffy-miklos","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=2796","title":{"rendered":"B\u00e1nffy, Mikl\u00f3s"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_2798\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/ba\u0301nffy_miklo\u0301s1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2798\" class=\"size-full wp-image-2798\" title=\"ba\u0301nffy_miklo\u0301s\" src=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/ba\u0301nffy_miklo\u0301s1.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"209\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2798\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 litera.hu<\/p><\/div>\n<p><strong>\u00dcber den Autor<\/strong><\/p>\n<p>Graf Mikl\u00f3s B\u00e1nffy von Losoncz wird 1874 in Klausenburg, Siebenb\u00fcrgen (damals ungarisch Kolozsv\u00e1r, heute rum\u00e4nisch Cluj) geboren. Er entstammt einer alten Adels- und Gro\u00dfgrundbesitzerfamilie. Zu ihrem Besitz geh\u00f6rt Schloss B\u00e1nffy in Bonchida, das Vorbild von Schloss und Gut D\u00e9nestornya im Roman. Seine Mutter stirbt, als er noch ein Kleinkind ist. Er besucht das Gymnasium in Budapest und studiert dann in Budapest und Klausenburg Jura. und interessiert sich f\u00fcr Politik. 1901 ist er Abgeordneter im ungarischen Parlament, von 1906 \u2013 09 ist er Obergespan (Pr\u00e4fekt) des Komitats Klausenburg. Seinen k\u00fcnstlerischen Neigungen folgend, wird er von 1912 \u2013 18 Intendant der Budapester Oper und f\u00f6rdert in seiner Stellung die Auff\u00fchrungen von B\u00e9la Bart\u00f3ks Werken. Er schreibt Theaterst\u00fccke und verfasst Romane. Gleichzeitig ist er st\u00e4ndig um Ausgleich und Ann\u00e4herung zwischen Ungarn und Rum\u00e4nien bem\u00fcht. Kurze Zeit, von April 1921 \u2013 Dezember 1922 ist er sogar ungarischer Au\u00dfenminister im Kabinett Istv\u00e1n Bethlen unter dem Reichsverweser Mikl\u00f3s Horthy. Um seine Besitzt\u00fcmer in Rum\u00e4nien nicht enteignen zu lassen, wird er 1926 rum\u00e4nischer Staatsb\u00fcrger. 1940 wird Siebenb\u00fcrgen wieder ungarisch, wof\u00fcr sich B\u00e1nffy eingesetzt hatte. Im April 1943 versucht er, in Bukarest die rum\u00e4nischen und ungarischen Interessen zusammenzubringen und die Achsenm\u00e4chte zu verlassen. Sein Vorhaben scheitert jedoch an den wechselseitigen Gebietsanspr\u00fcchen. Aus Rache sprengen abziehende deutsche Streitkr\u00e4fte das Schloss. Nach der Eroberung durch sowjetische Truppen flieht er mit seiner Frau 1944 nach Budapest, kehrt jedoch bald wieder nach Klausenburg zur\u00fcck und mischt sich noch einmal mit Erfolg in das Kulturleben seiner Heimatstadt ein. Als dann Angriffe gegen ihn erfolgen, darf er 1949 schwerkrank nach Budapest ziehen, wo er 1950 v\u00f6llig verarmt stirbt.<br \/>\nBereits als Gymnasiast \u2013 sehr ungew\u00f6hnlich f\u00fcr einen Adeligen \u2013 verfasst er ein Theaterst\u00fcck. Sein zweites St\u00fcck, das er als Student schreibt, wird in Budapest aufgef\u00fchrt. 1914 verfasst er einen Novellenband, den sogar Endre Ady w\u00fcrdigt. Noch etwas ist ungew\u00f6hnlich in B\u00e1nffys Geschichte. 1916 soll er die Festlichkeiten zur Kr\u00f6nung Karls IV. organisieren. Dabei soll der neue K\u00f6nig Offizieren den Ritterschlag erteilen. B\u00e1nffy l\u00e4sst aber 50 m\u00fcde Frontk\u00e4mpfer in ihren mitgenommenen Uniformen vor dem Herrscher aufmarschieren \u2013 die Realit\u00e4t des Weltkrieges!<br \/>\nIn den 30er Jahren beginnt er die Trilogie \u00fcber die \u201eGeschichte Siebenb\u00fcrgens\u201c. Die B\u00e4nde erscheinen in den Jahren 1934 \u2013 1940. W\u00e4hrend der ungarischen Diktatur sind seine Werke v\u00f6llig vergessen, werden nach der Wende jedoch wiederholt neu aufgelegt. Am Beginn der \u00dcbersetzungen steht diesmal England, gefolgt von Spanien, Italien, Holland \u2013 und nun \u00d6sterreich, bzw. Deutschland.<\/p>\n<p><strong>In der Ehinger Bibliothek befindliche Publikationen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<ul>\n<li><a title=\"Rezension: B\u00e1nffy, Mikl\u00f3s \u2013 \u201cDie Schrift in Flammen\u201d\" href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=2800\">Die Schrift in Flammen. Originaltitel: Megsz\u00e1ml\u00e1ltatt\u00e1l, 1934. \u00dcbersetzung von Andreas Oplatka. Verlag Paul Zsolnay, Wien, 2012. ISBN: 978-3-552-05559-9<\/a><\/li>\n<li>Verschwundene\u00a0 Sch\u00e4tze (Bd. 2 der \u201eSiebenb\u00fcrger Geschichten\u201c). Originaltitel: \u00c9s hijj\u00e1val tal\u00e1ltatt\u00e1l, 1937. \u00dcbersetzung von Andreas Oplatka. Paul Zsolnay Verlag, 2013. ISBN 978-3-552-05596-4<\/li>\n<li><a title=\"Rezension: B\u00e1nffy, Mikl\u00f3s \u2013 \u201cIn St\u00fccke gerissen\u201d\" href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=3961\">In St\u00fccke gerissen. Roman. Aus dem Ungarischen von Andreas Oplatka.Verlag: Paul Zsolnay, Wien 2015. ISBN 978-3-552-05633-6<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/ul>\n<p>Originaltitel: Darabokra szaggattatol, 1940<br \/>\nBezug: Buchhandel; Preis: 26,00 \u20ac<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber den Autor Graf Mikl\u00f3s B\u00e1nffy von Losoncz wird 1874 in Klausenburg, Siebenb\u00fcrgen (damals ungarisch Kolozsv\u00e1r, heute rum\u00e4nisch Cluj) geboren. Er entstammt einer alten Adels- und Gro\u00dfgrundbesitzerfamilie. Zu ihrem Besitz geh\u00f6rt Schloss B\u00e1nffy in Bonchida, das Vorbild von Schloss und &hellip; <a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=2796\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,257],"tags":[],"class_list":["post-2796","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-autoren","category-banffy-miklos"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2796","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2796"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2796\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3149,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2796\/revisions\/3149"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2796"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2796"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2796"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}