{"id":1999,"date":"2011-05-11T06:29:58","date_gmt":"2011-05-11T06:29:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.literarut.de\/?p=1999"},"modified":"2014-03-07T22:40:07","modified_gmt":"2014-03-07T22:40:07","slug":"szabo-magda","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=1999","title":{"rendered":"Szab\u00f3, Magda"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_2000\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/szabo_magda.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2000\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-2000\" title=\"szabo_magda\" src=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/szabo_magda.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"205\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2000\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Pet\u00f6fi Literaturmuseum<\/p><\/div>\n<p><strong>\u00dcber die Autorin<\/strong><\/p>\n<p>Geboren ist Magda Szab\u00f3 1917 in Debrecen. Zun\u00e4chst studiert sie klassische Philologie und Literatur in ihrer Heimatstadt. In den Jahren 1940 bis 1945 unterrichtet sie an einer M\u00e4dchenschule, danach ist sie eine Zeit lang im Ministerium f\u00fcr Religion und Unterricht t\u00e4tig. Ihre Karriere beginnt sie als Lyrikerin nach dem 2. Weltkrieg mit der Ver\u00f6ffentlichung von zwei Gedichtb\u00e4nden. W\u00e4hrend des Stalinismus beginnt sie Prosa zu schreiben, wird aber zehn Jahre lang mit Publikations- und Ausreiseverbot belegt. Mit ihrem Mann, dem Autor und \u00dcbersetzer Tibor Szobotka, auch er vom Regime ge\u00e4chtet, unterh\u00e4lt sie sich in verschiedenen Sprachen, um diese nicht zu vergessen. In diesen Jahren arbeitet sie wieder als Lehrerin an einer Privatschule und legt bereits viele ihrer sp\u00e4teren Romane an. Seit den fr\u00fchen 60er Jahren ist sie in Ungarn mit Romanen, Erz\u00e4hlungen, Dramen, Drehb\u00fcchern, Essays, Kinder- und Jugendb\u00fcchern wieder beliebt. Im Ausland, besonders im deutschen Sprachraum, wird Magda Szab\u00f3 sehr bekannt. Die national und international vielfach preisgekr\u00f6nte und \u2013 bisher &#8211; meist\u00fcbersetzte ungarische Autorin feierte auch \u00fcberschw\u00e4ngliche Erfolge in der literarischen Szene Frankreichs. Die franz\u00f6sische \u00dcbersetzung ihres Romans \u201eHinter der T\u00fcr\u201c (\u201eAz ajt\u00f3\u201c) bringt ihr 2003 den Femina-Preis f\u00fcr ausl\u00e4ndische Literatur ein. 1993 war sie bereits zum Mitglied der Europ\u00e4ischen Akademie der Wissenschaften ernannt worden. Ihre psychologisch-sensiblen Romane vermitteln immer ein St\u00fcck Zeitgeschichte. Sie beschreiben vor allem Schicksale von Frauen und Familien im Konflikt zwischen alten und neuen Werten, die Themen sind Liebe und Schuld, Verrat und Vergebung. In Ungarn werden ihr die wichtigsten staatlichen Auszeichnungen verliehen, darunter der J\u00f3zsef Attila- und der Kossuth-Preis. Magda Szab\u00f3 stirbt am 19. November 2007 in Kerepes bei G\u00f6d\u00f6ll\u0151. In ihrem Heimatland wird ihr Lebenswerk neu publiziert. Der Verlag Secession in Z\u00fcrich hat sich 2010 daran gemacht, Szab\u00f3s Werke in aktueller \u00dcbersetzung herauszugeben. Begonnen hat er mit \u201eDie Elemente\u201c. Der Roman war schon 1963 unter dem Titel \u201e\u2026und wusch ihre H\u00e4nde in Unschuld\u201c herausgekommen. Wir Leser hoffen, dass auch weitere ihrer mitrei\u00dfenden Romane verlegt werden. Einige, wie z.B. \u201eDer alte Brunnen\u201c (1970) und die zweib\u00e4ndige Autobiografie \u201eF\u00fcr Elise\u201c(2002) u.a. sind bisher noch gar nicht ins Deutsche \u00fcbersetzt.<br \/>\nPreise und Auszeichnungen (Auswahl)<br \/>\n1949 Baumgarten-Preis (der ihr von den Kommunisten wieder aberkannt wurde)<br \/>\n1959 und 1972 J\u00f3zsef-Attila-Preis<br \/>\n1970 Fellow der Universit\u00e4t Iowa, USA<br \/>\n1978 Kossuth-Preis<br \/>\n1982 SZOZ-Preis<br \/>\n1996 Tibor-D\u00e9ry-Preis<br \/>\n1997 Mittelkreuz mit Stern des Verdienstordens der Republik Ungarn 1998 Ern\u0151-Sz\u00e9p-Preis<br \/>\n2001 Corvin-Kette<br \/>\n2003 Femina-Preis f\u00fcr ausl\u00e4ndische Literatur (Paris)<\/p>\n<p><strong>In der &#8218;Ehinger Bibliothek&#8216; befindliche Publikationen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Das Schlachtfest. Originaltitel: Diszn\u00f3tor. \u00dcbersetzung von Mirza von Sch\u00fcching. Verlag Insel, 1963.<\/li>\n<li>Pilatus. Originaltitel: Pil\u00e1tus, 1963. Aus dem Ungarischen von Vera Thies. Insel Verlag Leipzig, 1976.<\/li>\n<li>Das Fresko. Originaltitel: Fresk\u00f3. \u00dcbersetzung von Mirza von Sch\u00fcching. Verlag Knaur, 1964.<\/li>\n<li>\u2026und wusch ihre H\u00e4nde in Unschuld. Roman. Originaltitel: Pil\u00e1tus. \u00dcbersetzung von Mirza von Sch\u00fcching. Verlag Insel, 1964.<\/li>\n<li>Die andere Esther. Originaltitel: Az \u0151z. \u00dcbersetzung von Mirza Sch\u00fcching. Verlag Fischer, 1965.<\/li>\n<li>Die Danaide. Originaltitel: A Danaida. \u00dcbersetzung von Mirza von Sch\u00fcching. Verlag Insel, 1965.<\/li>\n<li>Inselblau. Originaltitel: Sziget-k\u00e9k. \u00dcbersetzung von Mirza von Sch\u00fcching. Verlag Union, 1965.<\/li>\n<li>1.Moses 22. Originaltitel: M\u00f3zes 1.22. \u00dcbersetzung von Henriette Schade &amp; G\u00e9za Engl. Verlag Insel, 1967.<\/li>\n<li>Erika. M\u00e4dchenroman. \u00dcbersetzung von Mirza von Sch\u00fcching. Verlag Corvina, 1968.<\/li>\n<li>Geburtstag. Originaltitel: Sz\u00fclet\u00e9snap. \u00dcbersetzung von Mirza von Sch\u00fcching. Verlag Corvina &amp; Lucie Groszer, 1968.<\/li>\n<li>Maskenball. Roman f\u00fcr junge M\u00e4dchen. Originaltitel: \u00c1larcosb\u00e1l. \u00dcbersetzung von Mirza von Sch\u00fcching. Verlag Boje, 1968.<\/li>\n<li>Lauf der Schlafenden. Originaltitel: Alv\u00f3k fut\u00e1sa. \u00dcbersetzung von Henriette Schade. Verlag Insel, 1969.<\/li>\n<li>Katharinenstra\u00dfe. Originaltitel: Katalin utca. \u00dcbersetzung von Eva Haldimann. Verlag Insel, 1971.<\/li>\n<li>Das Schlachtfest. Originaltitel: Diszn\u00f3tor, Aus dem Ungarischen von Ita Szent-Iv\u00e1nyi. Insel Verlag, Leipzig, 1971.<\/li>\n<li>Lala der Elfenprinz. Originaltitel: T\u00fcnd\u00e9r Lala, 1965. \u00dcbersetzung von Ita Szent-Iv\u00e1nyi. Kinderbuchverlag Berlin &amp; Corvina, 1974.<\/li>\n<li>Abigail. M\u00e4dchenroman. Originaltitel: Abig\u00e9l, 1970. \u00dcbersetzung von Henriette &amp; G\u00e9za Engl. Verlag Corvina, 1978. ISBN 963-13-0533-3<\/li>\n<li>Das Fresko, 1958. Originaltitel: Fresk\u00f3. \u00dcbersetzung von Vera Thies. Volk und Welt. 1978. ISBN 3-353-00087-9<\/li>\n<li>Eszter und Angela. Originaltitel: Az \u0151z, 1959. \u00dcbersetzung von Vera Thies. Volk und Welt, 1979.<\/li>\n<li>Eine altmodische Geschichte. Originaltitel: R\u00e9gim\u00f3di t\u00f6rt\u00e9net. \u00dcbersetzung von Hans-Henning Paetzke. Volk und Welt, 1987. ISBN 3-353-00165-4<\/li>\n<li>Hinter der T\u00fcr . Originaltitel:Az ajt\u00f3, 1987. \u00dcbersetzung von Hans-Henning Paetzke. Verlag Insel, 1992. ISBN 3-458-16335-2<\/li>\n<li>Die T\u00fcr. Originaltitel: Az ajt\u00f3, 1987. Aus dem Ungarischen von Vera Thies. Verlag Volk und Welt Berlin, 1990. ISBN 3-7464-0073-2<\/li>\n<li>Katharinenstra\u00dfe. Originaltitel: Katalin utca, 1969. Aus dem Ungarischen von Vera Thies. Verlag Volk und Welt Berlin, 1989. ISBN 3-7464-0063-5<\/li>\n<li>Hinter der T\u00fcr. Originaltitel: Az ajt\u00f3. \u00dcbersetzung von Hans-Henning Paetzke. Verlag Suhrkamp, 1999. ISBN 3-518-39559-9<\/li>\n<li><a title=\"Rezension: Szab\u00f3, Magda \u2013 \u201cDie Elemente\u201d\" href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=285\">Die Elemente. Originaltitel: Pil\u00e1tus. \u00dcbersetzung von Heinrich Eisterer (Neu\u00fcbersetzung). Verlag Secession, 2010. ISBN 978-3-90595101-1<\/a><\/li>\n<li>Hinter der T\u00fcr. Originaltitel: Az ajt\u00f3. \u00dcbersetzung von Hans-Henning Paetzke. Verlag Suhrkamp, 2012. ISBN 978-3-518-46289-8<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber die Autorin Geboren ist Magda Szab\u00f3 1917 in Debrecen. Zun\u00e4chst studiert sie klassische Philologie und Literatur in ihrer Heimatstadt. 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