{"id":1945,"date":"2011-05-10T20:14:07","date_gmt":"2011-05-10T20:14:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.literarut.de\/?p=1945"},"modified":"2012-05-20T20:04:44","modified_gmt":"2012-05-20T20:04:44","slug":"rozsa-agnes","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=1945","title":{"rendered":"R\u00f3zsa, \u00c1gnes"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_1946\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/rozsa_agnes.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1946\" class=\"size-full wp-image-1946\" title=\"rozsa_agnes\" src=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/rozsa_agnes.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"199\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1946\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Testimon Verlag<\/p><\/div>\n<p><strong>\u00dcber die Autorin<\/strong><\/p>\n<p>\u00c1gnes R\u00f3zsa wird 1910 in einer j\u00fcdischen Familie als \u00c1gnes Hal\u00e1sz in Nagyv\u00e1rad\/Gro\u00dfwardein (heute Oradea, Rum\u00e4nien) geboren. Sie geht dort zur Schule, studiert und beendet ihr Jurastudium 1931 mit einem Diplom. Danach verbringt sie drei Jahre in Dijon\/Frankreich, um weiter zu studieren. Wieder in Oradea arbeitet sie als Angestellte, macht \u00dcbersetzungen f\u00fcr die Zeitung \u201eSzabad Sz\u00f3\u201c (Freies Wort). 1938 heiratet sie Gyula Schapira, einen Kunst- und Literaturlehrer. Ab 1941 unterrichtet sie auch am Kecskem\u00e9ti Lip\u00f3t Gymnasium ihrer Heimatstadt. Im Mai 1944 wird \u00c1gnes zusammen mit ihren Eltern ins KZ Auschwitz deportiert. Die Eltern werden sofort vergast, die junge Frau entkommt wie durch ein Wunder und wird f\u00fcnf Monate sp\u00e4ter als Zwangsarbeiterin nach N\u00fcrnberg und sp\u00e4ter nach Holleischen verschickt. In Tagebuchbriefen, die sie st\u00e4ndig in einem selbst gen\u00e4hten Beutelchen am K\u00f6rper tr\u00e4gt und deswegen \u00f6fter in Todesgefahr ger\u00e4t, schildert sie ab N\u00fcrnberg das t\u00e4gliche Grauen des KZ und des Zwangslagers. Die Briefe sind an ihren Mann gerichtet, den sie in Freiheit hofft. Sie trifft ihn auch, so unwahrscheinlich es klingt, nach dem Krieg wieder. Er stirbt jedoch sehr bald an den Folgen der Zwangsarbeit. Nach ihrer R\u00fcckkehr 1945 erwirbt \u00c1gnes ein zweites akademisches Diplom in Franz\u00f6sisch, Englisch und \u00c4sthetik in Cluj\/Rum\u00e4nien. Ab 1949 leitet sie in Cluj das Ungarische M\u00e4dchenlyzeum. Sie heiratet wieder, ihren zweiten Mann Jen\u0151 R\u00f3zsa. Auch diese Ehe bleibt kinderlos. Von 1957 bis zu ihrer Pensionierung 1968 ist sie Lektorin an der Babes-B\u00f3lyai-Universit\u00e4t, zuletzt in der Fakult\u00e4t Franz\u00f6sisch. Im Ruhestand \u00fcberarbeitet die Autorin endlich ihre Aufzeichnungen aus den Jahren 1944\/45. Sie sollen nicht l\u00e4nger ihr pers\u00f6nliches Tagebuch mit den Liebesbriefen an ihren verstorbenen Mann bleiben, sondern als Zeitdokument der Allgemeinheit zug\u00e4nglich gemacht werden. Es ist jedoch nicht leicht, einen Verleger daf\u00fcr zu finden. Ein Bukarester Verlag, Kriterion, druckt schlie\u00dflich eine kleine Auflage mit dem Titel: \u201eJ\u00f6v\u00f6les\u00f6k\u201c (Die auf die Zukunft hoffen). Diese Textfassung dient auch der \u00dcbersetzung ins Deutsche. Die zweite Auflage gibt schon der Magvet\u0151 Verlag in Budapest heraus, diesmal unter dem Titel \u201eN\u00fcrnbergi Napl\u00f3\u201c (N\u00fcrnberger Tagebuch). \u00c1gnes R\u00f3zsa stirbt 1984 und wird in Kolozsv\u00e1r\/Cluj auf dem neologen j\u00fcdischen Friedhof beigesetzt. Erst im Jahr 2005, als die \u00dcbersetzerin Monika Wiedemann sich daf\u00fcr einsetzt, erh\u00e4lt ihr Grab eine w\u00fcrdige Fassung.<\/p>\n<p><strong>In der &#8218;Ehinger Bibliothek&#8216; befindliche Publikationen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a title=\"Rezension: R\u00f3zsa, \u00c1gnes \u2013 \u201cSolange ich lebe, hoffe ich\u201d\" href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=269\">Solange ich lebe, hoffe ich. \u00dcbersetzung von Monika Wiedemann. Verlag Testimon, 2006. ISBN 978-3-00-019674-4<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber die Autorin \u00c1gnes R\u00f3zsa wird 1910 in einer j\u00fcdischen Familie als \u00c1gnes Hal\u00e1sz in Nagyv\u00e1rad\/Gro\u00dfwardein (heute Oradea, Rum\u00e4nien) geboren. Sie geht dort zur Schule, studiert und beendet ihr Jurastudium 1931 mit einem Diplom. 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