{"id":1910,"date":"2011-05-10T06:35:57","date_gmt":"2011-05-10T06:35:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.literarut.de\/?p=1910"},"modified":"2014-03-07T22:44:08","modified_gmt":"2014-03-07T22:44:08","slug":"orkeny-istvan","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=1910","title":{"rendered":"\u00d6rk\u00e9ny, Istv\u00e1n"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_1911\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/oerkeny_istvan.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1911\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1911\" title=\"oerkeny_istvan\" src=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/oerkeny_istvan.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"199\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1911\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Pet\u00f6fi Literaturmuseum<\/p><\/div>\n<p><strong>\u00dcber den Autor<\/strong><\/p>\n<p>Geboren ist \u00d6rk\u00e9ny 1912 in einer j\u00fcdischen b\u00fcrgerlichen Familie. Nach einem Studium von Chemie und Pharmazie bereist er die Welt und lernt Sprachen. Schon 1930 beginnt er \u201everantwortungslose\u201c Kurzgeschichten zu schreiben, frivol, spielerisch und surrealistisch. Ein erster Band wird 1941 publiziert; er hat den Titel \u201eTengert\u00e1nc\u201c (Meerestanz). 1942 wird er eingezogen, als Jude muss er in einem Arbeitsbataillon an der russischen Front dienen. 1943 kommt er f\u00fcr f\u00fcnf Jahre, nach Flucht, Verwundung, Erfrierungen, Hunger, Typhus und Feldlazarett in \u201edas Lager\u201c in Kriegsgefangenschaft. Nach dem Krieg kehrt \u00d6rk\u00e9ny nach Ungarn zur\u00fcck, beginnt 1945 wieder zu schreiben und erlebt dort den kommunistischen Sozialismus. Obwohl er sich nur ungern auf politische Themen einl\u00e4sst, entstehen Schriften, die den Konflikt widerspiegeln zwischen dem ehrlichen Glauben an eine sozialistische Zukunft und den Zweifeln am wirklichen Leben in einer stalinistischen Diktatur. 1956 beteiligt er sich an einer Bewegung kritischer Intellektueller und wird nach der Niederschlagung des Volksaufstandes zu mehrj\u00e4hrigem Schweigen verurteilt. Ab 1963 kann er seine Arbeiten wieder mit einer von ihm selbst erfundenen Kurzprosa ver\u00f6ffentlichen. Damit f\u00fchrt er eine neue groteske erz\u00e4hlerische Gattung in die ungarische Literatur ein, wie die \u201eMinutennovelle\u201c, die dem Leser nur minimale Informationen zur Verf\u00fcgung stellt, f\u00fcr die er aber auch nur Minuten zum Lesen braucht. Danach kann der Leser \u201eweiterdichten\u201c&#8230; Mit diesen \u201eMinutennovellen\u201c wird \u00d6rk\u00e9ny auch in seiner Heimat ber\u00fchmt. 1979 stirbt \u00d6rk\u00e9ny, sowohl in seiner Heimat, als auch international ber\u00fchmt. Preise und Auszeichnungen: 1955 und 1967 erh\u00e4lt er den J\u00f3zsef Attila Preis, 1973 den Kossuth-Preis. Die \u00dcbersetzungen seiner Werke auf Deutsch kann der interessierte Leser zum Teil noch in Antiquariaten bekommen: \u201eKatzen-Spiel\u201c (Macskaj\u00e1t\u00e9k), \u00dcbersetzung Vera Thies, 1972 bei Volk und Welt, Berlin; \u201eDer letzte Zug\u201c (aus verschiedenen Werken), \u00dcbers. Vera Thiess, 1973 bei Volk und Volk, Berlin. Das Buch \u201eMinutennovellen\u201c, 2002 und die Ver\u00f6ffentlichung seines Werkes \u201eDas Lagervolk\u201c, 2010, in dem er sich als Chronist sieht, sind bei Suhrkamp, Frankfurt\/Main, erschienen.<\/p>\n<p><strong>In der &#8218;Ehinger Bibliothek&#8216; befindliche Publikationen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Eheleute. Originaltitel: H\u00e1zast\u00e1rsak, 1951. Aus dem Ungarischen von Bruno Heilig. Verlag Trib\u00fcne, Berlin, 1953.<\/li>\n<li>Katzen-Spiel. Roman. Originaltitel: Macskaj\u00e1t\u00e9k. \u00dcbersetzung von Vera Thies. Verlag Volk und Welt, 1972.<\/li>\n<li>Der Letzte Zug. Erz\u00e4hlungen. \u00dcbersetzung von Vera Thiess. Verlag Volk &amp; Welt, 1973.<\/li>\n<li>Familie T\u00f3t &amp; Katzen-Spiel. Originaltitel: T\u00f3tek &amp; Macskaj\u00e1t\u00e9k. \u00dcbersetzung von Barbara Frischmuth &amp; Vera Thies. Henschelverlag, 1975.<\/li>\n<li>Rosenausstellung. Zwei Romane. Originaltitel: R\u00f3zsaki\u00e1ll\u00edt\u00e1s &amp; Egy n\u00e9gykezes reg\u00e9ny tanuls\u00e1gos t\u00f6rt\u00e9nete. \u00dcbersetzung von Paul K\u00e1rp\u00e1ti. Verlag Volk &amp; Welt (Spektrum), 1980.<\/li>\n<li>Interview mit einem Toten. Originaltitel: R\u00f3zsaki\u00e1ll\u00edt\u00e1s, 1977. Aus dem Ungarischen von Hildegard Grosche. Suhrkamp Verlag, 1982. ISBN 3-518-37337-4<\/li>\n<li>Gedanken im Keller. Mini-Novellen. Auswahl aus: Originaltitel: Egyperces novell\u00e1k 1974 &amp; 1977. Aus dem Ungarischen von Vera Thies, Illustriert von L\u00e1szl\u00f3 R\u00e9ber. Eulenspiegel-Verlag, Berlin, 1979.<\/li>\n<li>Minutennovellen. Originaltitel: Egyperces novell\u00e1k. 2sprachig, dt.-englisch. Verlag Holibri, 1992. ISBN 963-09-3580-5<\/li>\n<li>Minutennovellen. Originaltitel: Egyperces Novell\u00e1k. \u00dcbersetzung von Ter\u00e9zia Mora. Verlag Suhrkamp, 2002. ISBN 3-518-22358-5<\/li>\n<li>Das Lagervolk. Originaltitel: L\u00e1gerek n\u00e9pe\/Eml\u00e9kez\u0151k, 2000. \u00dcbersetzung von Laszlo Kornitzer. Verlag Suhrkamp, 2010. ISBN 978-3-518-42079-9<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber den Autor Geboren ist \u00d6rk\u00e9ny 1912 in einer j\u00fcdischen b\u00fcrgerlichen Familie. Nach einem Studium von Chemie und Pharmazie bereist er die Welt und lernt Sprachen. Schon 1930 beginnt er \u201everantwortungslose\u201c Kurzgeschichten zu schreiben, frivol, spielerisch und surrealistisch. 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