{"id":1904,"date":"2011-05-10T06:32:18","date_gmt":"2011-05-10T06:32:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.literarut.de\/?p=1904"},"modified":"2015-04-30T21:04:40","modified_gmt":"2015-04-30T21:04:40","slug":"novac-ana","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=1904","title":{"rendered":"Novac, Ana"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_1905\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/novac_ana.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1905\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1905\" title=\"novac_ana\" src=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/novac_ana.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"111\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1905\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 David Ignaszewski<\/p><\/div>\n<p><strong>\u00dcber die Autorin<\/strong><\/p>\n<p>Geboren ist sie als Zimra Hars\u00e1nyi &#8211; wahrscheinlich 1929 in Dej, in Siebenb\u00fcrgen. 1944 wird sie als j\u00fcdische Ungarin nach Ausschwitz deportiert und beginnt dort ihre Beobachtungen aufzuschreiben. Wie alt sie genau ist, wei\u00df sie selbst nicht so richtig \u2013 sagt sie \u2013 alle ihre Dokumente sind verloren gegangen. Im Buch gibt es eine Stelle, wo sich alle unter 16j\u00e4hrgen melden sollten\u2026<br \/>\nSie entgeht den Vernichtungslagen, wird gerettet und kehrt 1945 nach Rum\u00e4nien zur\u00fcck. In den Jahren um 1950 erlebt sie erste Erfolge als B\u00fchnenautorein, wird 1957 mit dem rum\u00e4nischen Staatspreis ausgezeichnet, zieht aber bald die Aufmerksamkeit des kommunistischen Regimes auf sich. Erst 1965 kann sie \u00fcber Ungarn und Deutschland nach Frankreich ausreisen. Als anerkannte Schriftstellerin ver\u00f6ffentlicht sie bis 2002 mehrere Werke, von denen leider kein einziges auf Deutsch \u00fcbersetzt wurde.<br \/>\nNach Jahren des Vergessenwollens nimmt sie sie sich ihre Tagebuchnotizen wieder vor, schreibt sie ab, und gl\u00e4ttet die Sprache. Sie will nicht als M\u00e4rtyrerin gelten, vor allem will sie nicht nur f\u00fcr ihr \u00dcberleben und ihr Schreiben in den Vernichtungslagern gefeiert werden; denn sie f\u00fchlt sich als echte Schriftstellerin, die an ihren Werken gemessen werden m\u00f6chte. Ihr gr\u00f6\u00dfter Wunsch sei es, sagt sie in einem Gespr\u00e4ch 2009 mit Malte Herwig in Paris, dass ihre B\u00fccher alle ins Deutsche \u00fcbersetzt w\u00fcrden. Das ist leider bis heute nicht geschehen. (Es sieht so aus, als w\u00fcrden sich die deutschen Verlage nur f\u00fcr au\u00dfergew\u00f6hnliche und grausame Schicksale interessieren \u2013 und nicht daf\u00fcr, was ein Mensch danach aus seinem Leben gemacht hat.)<br \/>\nAu\u00dferdem lehnt Ana Novac es ab, wie sie im Vorwort schreibt, dass all die vielen anderen Opfer von Gulag und Vernichtungslagern den Opfern des Holocaust hintangestellt werden. F\u00fcr sie gibt es nur Massenmorde und Leiden \u2013 und nicht etwa w\u00fcrdigere oder herausragendere Opfer als andere.<br \/>\nAna Novac stirbt am 31. M\u00e4rz 2010 in Paris.<br \/>\n<em>(Quellen: Autobiografie von Ana Novac und M. Herwig: Das Buch Auschwitz. 25. 2. 2009, erschienen in Die ZEIT, Nr. 09\/2009)<\/em><\/p>\n<p><strong> In der &#8218;Ehinger Bibliothek&#8216; befindliche Publikationen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die sch\u00f6nen Tage meiner Jugend. Originaltitel: A p\u00e9boly h\u00e9tk\u00f6znapjoi, 1966. \u00dcbersetzung von Barbara Frischmuth. Verlag Rowohlt, 1967<\/li>\n<li><a title=\"Rezension: Novac, Ana \u2013 \u201cDie sch\u00f6nen Tage meiner Jugend\u201d\" href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=276\">Die sch\u00f6nen Tage meiner Jugend. Originaltitel: Les beaux jours de ma jeunesse. \u00dcbersetzung von Eva Moldenhauer (a.d.Franz\u00f6sischen). Verlag Sch\u00f6ffling, 2009. ISBN 978-3-89561-415-6<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber die Autorin Geboren ist sie als Zimra Hars\u00e1nyi &#8211; wahrscheinlich 1929 in Dej, in Siebenb\u00fcrgen. 1944 wird sie als j\u00fcdische Ungarin nach Ausschwitz deportiert und beginnt dort ihre Beobachtungen aufzuschreiben. 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