{"id":1818,"date":"2011-04-30T19:41:49","date_gmt":"2011-04-30T19:41:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.literarut.de\/?p=1818"},"modified":"2017-04-02T19:25:55","modified_gmt":"2017-04-02T19:25:55","slug":"krudy-gyula","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=1818","title":{"rendered":"Kr\u00fady, Gyula"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/krudy_gyula.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-1819\" title=\"krudy_gyula\" src=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/krudy_gyula.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"225\" \/><\/a><strong>\u00dcber den Autor<\/strong><\/p>\n<p>Kr\u00fady wird 1878 in Ny\u00edregyh\u00e1za, in Ostungarn, geboren. Mit 14 Jahren ver\u00f6ffentlicht er seine erste Novelle. Danach erscheinen Erz\u00e4hlungen in Zeitungen, 1895 arbeitet er in Debrecen als Journalist, \u00fcbersiedelt nach Budapest, nachdem er den ersten Preis bei einem Novellenwettbewerb gewonnen hatte. Er wird zwar Mitglied der Pet\u0151fi-Gesellschaft, verkehrt auch beim \u201eNyugat\u201c. Trotzdem schlie\u00dft er sich keiner Gruppe wirklich an, sondern bleibt ein Einzelg\u00e4nger.<br \/>\nKr\u00fady schreibt sehr viel, mehr als 70 Roman, 3000 Novellen, mehr als 1000 Zeitungsartikel und vier Dramen. Heute kann man sich kaum erkl\u00e4ren, wie er das meisterte; denn er f\u00fchrte gleichzeitig ein ausschweifendes Leben mit Frauen, Wetten, Pferderennen. Trotz seines gro\u00dfen Erfolges ist er am Ende seines Lebens total verschuldet und stirbt einsam. Er schreibt Meisterwerke wie den Roman \u201eDie rote Postkutsche\u201c mit dem ihm der schriftstellerische Durchbruch gelingt, und am Ende seines Lebens \u201eMeinerzeit\u201c. Sein ganzes Leben lang h\u00e4lt er sich von der Politik fern, wird aber nach dem Sturz der R\u00e4terepublik verfolgt. 1930 erh\u00e4lt er den Baumgarten-Preis, 1931 wird ihm der Preis Lord Rothermere verliehen. Das alles kann seine finanzielle Lage jedoch nicht mehr retten, 1933 schaltet man ihm den Strom ab, am 12. Mai des gleichen Jahres stirbt er. Bei seiner Beerdigung h\u00e4lt sich das \u201eoffizielle Ungarn\u201c fern. Ab Mitte der 60er Jahre setzt eine erneute Popularit\u00e4t ein, Stra\u00dfen und \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude werden nach ihm benannt. Auf der Grundlage seiner \u201eSindbad-Novellen\u201c dreht Zoltan Husz\u00e1rik 1972 einen ber\u00fchmt gewordenen Film. M\u00e1rai und Kert\u00e9sz halten ihn f\u00fcr einen der ganz gro\u00dfen Schriftsteller Ungarns, Esterh\u00e1zy nennt ihn als einen seiner Meister. Er hat, das schreibt Antal Szerb in seiner ungarischen Literaturgeschichte, zwar \u201ealtmodische Themen\u201c bearbeitet, aber sein literarischer Stil war dem seiner Landsleute weit voraus: Er verstand es, Traum und Realit\u00e4t zu verkn\u00fcpfen, nicht \u201echronologisch\u201c zu erz\u00e4hlen, sondern in der Erinnerung ein ganzes Leben in k\u00fcrzester Zeit abzuspielen. Sein Stil rege die Fantasie des Lesers an; mit ihm zusammen k\u00f6nne er weiterfantasieren, sich auf eine Reise ins Blaue begeben.<\/p>\n<p><strong>In der &#8218;Ehinger Bibliothek&#8216; befindliche Publikationen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<ul>\n<li>Sindbad. Reisen im Diesseits und Jenseits. Originaltitel: Sz\u00edndb\u00e1d I\/II, A szerelmi b\u0171v\u00e9szinas. \u00dcbersetzung von Franz Meyer. Verlag Zsolnay, 1967.<\/li>\n<li>Schlemmergeschichten. \u00dcbersetzung von Hans Skirecki. Verlag Volk und Welt, 1978.<\/li>\n<li>Serenade vom durchstochenen Herzen. Sindbad-Novellen. Auswahl. Originaltitel: Sz\u00edndb\u00e1d. \u00dcbersetzung von Hans Skirecki. Verlag Eulenspiegel, 1984.<\/li>\n<li>Traumbuch. Originaltitel: \u00c1lmosk\u00f6nyv. \u00dcbersetzung von Hans Skirecki. Verlag Corvina, 1989. ISBN 963-13-2850-3<\/li>\n<li>Sindbad. Erz\u00e4hlungen. 2sprachig, dt.-englisch. Verlag Holibri, 1993. ISBN 963-09-3571-2<\/li>\n<li>Meinerzeit. Originaltitel: Boldugult \u00farfikoromban. \u00dcbersetzung von Christina Viragh. Verlag Dtv, 1999. ISBN 3-323-24172-1<\/li>\n<li>Die rote Postkutsche. Originaltitel: A v\u00f6r\u00f6s postakocsi. \u00dcbersetzung von Gy\u00f6rgy Sebesty\u00e9n. Verlag Suhrkamp, 1999. ISBN 3-518-39556-4<\/li>\n<li><a title=\"Rezension: Kr\u00fady, Gyula \u2013 \u201cDas Gespenst von Podolin\u201d\" href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=1157\">Das Gespenst von Podolin. Originaltitel: A Podolini k\u00eds\u00e9rtet. \u00dcbersetzung von Gy\u00f6rgy Buda. Verlag Kortina, 2008. ISBN 978-3-9502315-6-4<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Rezension: Kr\u00fady, Gyula \u2013 \u201cDer Geschmack der Tr\u00e4ume\u201d\" href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=4183\">Der Geschmack der Tr\u00e4ume. Zehn Erz\u00e4hlungen. Originaltitel: Az \u00e9let \u00e1lom. Aus dem Ungarischen von Gy\u00f6rgy Buda und mit einem Nachwort von L\u00e1szl\u00f3 Darvasi. Verlag Edition Alea, Badenweiler, 2016. ISBN 978-3-944524-04-7<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber den Autor Kr\u00fady wird 1878 in Ny\u00edregyh\u00e1za, in Ostungarn, geboren. Mit 14 Jahren ver\u00f6ffentlicht er seine erste Novelle. Danach erscheinen Erz\u00e4hlungen in Zeitungen, 1895 arbeitet er in Debrecen als Journalist, \u00fcbersiedelt nach Budapest, nachdem er den ersten Preis bei &hellip; <a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=1818\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1,95],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1818"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1818"}],"version-history":[{"count":7,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1818\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4180,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1818\/revisions\/4180"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1818"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1818"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1818"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}