{"id":1151,"date":"2011-05-20T18:20:39","date_gmt":"2011-05-20T18:20:39","guid":{"rendered":"http:\/\/ungarischeliteratur.wordpress.com\/?p=66"},"modified":"2012-05-19T19:58:58","modified_gmt":"2012-05-19T19:58:58","slug":"terezia-mora-alle-tage","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=1151","title":{"rendered":"Rezension: Mora, Ter\u00e9zia &#8211; &#8222;Alle Tage&#8220;"},"content":{"rendered":"<p align=\"JUSTIFY\"><a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/alle_tage.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-full wp-image-2408\" title=\"alle_tage\" src=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/alle_tage.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"240\" \/><\/a>2004 erschien Ter\u00e9zia Moras erster Roman \u201eAlle Tage\u201c, der zu einem der herausragendensten B\u00fccher des Jahres wurde. F\u00fcr den Roman erhielt sie den Mara-Cassens-Preis, den Kunstpreis Berlin, den LiteraTour-Nord-Preis und den Preis der Leipziger Buchmesse.<br \/>\nZu Beginn des Romans erf\u00e4hrt der Leser von einem halb totgeschlagenen Mann, der kopfunter von einem Kletterger\u00fcst auf einem verwahrlosten Spielplatz h\u00e4ngt. Dieser Mann ist Abel Name, 33 Jahre alt und aus einer kleinen Stadt in einem Grenzgebiet in S\u00fcdosteuropa stammend. Im weiteren Verlauf des Romans wird die Vorgeschichte zu der Eingangsszene erz\u00e4hlt.<br \/>\nUm einem nahendem B\u00fcrgerkrieg &#8211; vor allem jedoch um der von seinem Freund Ilia verschm\u00e4hten Liebe zu entfliehen &#8211; geht Abel Nema mit 19 Jahren nach Berlin. Da sein Herkunftsland in kleine Teilstaaten zerf\u00e4llt und Abel Nema zu keinem dieser Staaten geh\u00f6rt, wird sein Pass ung\u00fcltig und ihm droht die Abschiebung. Doch seine besondere Sprachbegabung sowie eine eingegangene Scheinehe k\u00f6nnen dieses verhinden.<br \/>\nAbel Nema bleibt eine undurchschaubare Gestalt. Trotzdem er insgesamt zehn Sprachen beherrscht, spricht er kaum und entzieht sich den Menschen und l\u00e4sst ihnen keine M\u00f6glichkeit, sich ihm zu n\u00e4hern. Er ist ein ungl\u00fccklicher, empfindungsloser Mensch, der immer und \u00fcberall ein Fremder bleibt.<br \/>\nDementsprechend liest Sigrid L\u00f6ffler in ihrer Laudatio auf Ter\u00e9zia Mora den Roman unter anderem als politische Metapher &#8211; \u201eals Allegorie auf den identit\u00e4ts- und heimatlosen Migranten, der sich einerseits \u00fcberall anpassen kann, aber andererseits \u00fcberall als ein Fremdk\u00f6rper hervorsticht.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2004 erschien Ter\u00e9zia Moras erster Roman \u201eAlle Tage\u201c, der zu einem der herausragendensten B\u00fccher des Jahres wurde. F\u00fcr den Roman erhielt sie den Mara-Cassens-Preis, den Kunstpreis Berlin, den LiteraTour-Nord-Preis und den Preis der Leipziger Buchmesse. Zu Beginn des Romans erf\u00e4hrt &hellip; <a href=\"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/?p=1151\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[140],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1151"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1151"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1151\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2409,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1151\/revisions\/2409"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1151"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1151"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.literatur.ungarisches-institut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1151"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}